Die Ortsumgehung von Burggrub ist noch kein Wildunfallschwerpunkt und soll auch keiner werden. Die Revierpächter Martin Henry Knizia-Longford und Walter Engel aus der Hildesheimer Gegend nahmen einen vierstelligen Betrag in die Hand, um diesen Bereich gegenüber Wildunfällen sicherer zu machen.
"Wir hatten hier vor Ort noch nicht so viele Wildunfälle, aber sie nehmen zu", begründete Martin Henry Knizia-Longford das Engagement. "Die dunkle Jahreszeit steht vor der Tür. Wenn wir auch von weit weg aus Norddeutschland hierher kommen, haben wir uns Gedanken gemacht."
Der Projektkoordinator des Landkreisprojektes "Wild und Straße", Klaus Riedel, ist begeistert von diesem Engagement. Man habe intensiv beraten, was getan werden könnte. Hierbei kam es zum Entschluss, den sehr Erfolg versprechenden Multi-Wildwarner einzusetzen.


Lichtaufbereitung

Dieser Multi-Wildschutzwarner mit seinen verschiedenen optischen Funktionen macht sich das Nachtsehen sowie das Bewegungssehen der Wildtiere zu nutze. Er benutzt dazu bei Dämmerung das Licht der vorbeifahrenden Fahrzeuge auf der Straße, bereitet es für eine gute Wahrnehmung auf und leitet es in Richtung der sich im Seitenbereich befindlichen Wildtiere weiter. Dieser Multi-Wildwarner ist bereits auf einigen Strecken im Landkreis mit sehr gutem Erfolg im Einsatz. Die Farbe Blau signalisiert dem Wild Gefahr. Der Wirkungsradius beträgt 180 Grad und kann optional auf 360 Grad erhöht werden. Der obere Teil ist in einer Halbkreisform ausgebildet. Dieser Teil ist mit einer blauen Folie ummantelt, die eine umlaufende Reflektion gewährleistet. Das Material besteht aus Prismenflächen, die in verschiedene Richtungen ausgerichtet sind. Die Reflektoren erzeugen Lichtblitze, welche die Aufmerksamkeit der Wildtiere erregen. Das sich ständig verändernde Lichtbild nehmen die Wildtiere als Bewegung wahr. Die bis zu 156 verschiedenen Lichtblitze je Einzelreflektor wirken wie eine Ampel - eine Wildtierampel. rg