Entlang der Bahnlinie im Raum Baiersdorf gibt es schon einige Solarparks. Nun kommt ein weiterer auf Baiersdorfer Gebiet dazu: Anschließend an das Gelände bei Bubenreuth entsteht er östlich und westlich der Bahnlinie.

Das Areal umfasst rund zehn Hektar, teilte Geschäftsleiter Klaus Hutzler mit. Es erzeugt so viel Strom, wie 3600 Haushalte statistisch benötigen. In etwa entspricht dies dem Bedarf aller Baiersdorfer.

Gegen die fünf Stimmen der SPD-Fraktion beschloss der Stadtrat , das notwendige Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Ihre ablehnende Haltung begründeten die Sozialdemokraten mit ihrer Festlegung, erst den Flächennutzungsplan der Stadt zu überarbeiten und danach das Bebauungsplanverfahren einzuleiten. Diese Forderung stand schon vor dem Verkehrsunfall von Bürgermeister An­dreas Galster ( CSU ) im Raum, wurde seither aber nicht explizit wieder aufgegriffen.

Vor rund zwei Jahren hat die Stadt das Gelände Obst-Wagner in der Judengasse erworben. Es grenzt unmittelbar an den jüdischen Friedhof an. Derzeit lagern die Exponate des früheren Meerrettichmuseums in der Halle. Gleichwohl soll das Museum auf dem Gelände in klassischer Form nicht wiedererstehen. Die Besucherfrequenz war nie so hoch, dass sich eine hauptamtliche Betreuung auch nur halbwegs gerechnet hätte. Ehrenamtlichen dagegen, so auch dem Heimatverein, ist wiederum der Aufwand zu hoch.

Schon vor einiger Zeit stellten Architekten Möglichkeiten vor, wie das Gelände genutzt werden könnte. Eine Kombination aus Wohnbebauung und öffentlicher Nutzung schien damals dem Stadtrat sinnvoll. Eine Bebauung durch einen Investor fand nicht die nötige Resonanz. Baiersdorf sucht nun eine „Baugruppe“, also einen Zusammenschluss von Bauwilligen, die ein besonderes Konzept verwirklichen wollen. Dabei greift man, so Hutzler, auf Erlanger Erfahrungen zurück. Dort wurden schon Mehrfamilien- und ökologische Konzepte umgesetzt.

Einstimmig beschloss der Stadtrat , 15 Luftreinigungsgeräte für die Grundschule anzuschaffen. Die Investition beläuft sich auf circa 50 000 Euro, wovon 26 000 als staatlicher Zuschuss erstattet werden. Ausgewählt wurden Geräte, die sich der Elternbeirat zuvor angesehen hatte.

Sorge vor der Motorsäge

Stimmengleichheit gab es bei der Abstimmung über einen Antrag der Grünen, der damit gescheitert ist: Baiersdorf wird keine Baumschutzverordnung erhalten. Es gab dazu eine lange Diskussion.

Zum einen will man Bürger nicht gängeln, zum anderen befürchteten einige Ratsmitglieder, dass vor Inkrafttreten einer solchen Verordnung übermäßig zur Säge gegriffen werde, was natürlich die Intension einer solcher Festsetzung ad absurdum führen würde.