Zu einem erneuten Umweltfrevel ist es in dieser Woche im Landkreis Forchheim gekommen. Ein 61-jähriger Mann verbrannte am Donnerstagnachmittag Spanplatten und Teppichreste im Wald bei Gößweinstein .

Das unbeaufsichtigte Feuer zwischen den Ortsteilen Stadelhofen und Prügeldorf wurde von der Feuerwehr gelöscht. Den Verursacher erwartet eine Anzeige. Zudem darf er die Kosten für den Feuerwehreinsatz tragen, wie die Polizeiinspektion Ebermannstadt berichtet.

Erst am Mittwochnachmittag sind die Beamten aus Ebermannstadt zu einem Umweltsünder nach Gräfenberg alarmiert worden. Im Waldstück hatte ein 77-Jähriger ein Sofa und einen Schrank abgeladen, mit Benzin übergossen und angezündet. Die verbrannten Gegenstände mussten als Gefahrengut entsorgt werden. Auch diesen Umweltverschmutzer erwartet eine Anzeige.

Zum Einsatz am Donnerstag berichtet die Freiwillige Feuerwehr Gößweinstein , dass sie um 16.30 Uhr zu dem Freiflächenbrand in die Nähe von Prügeldorf gerufen wurde. Aufmerksame Bürger hatten beim Spazierengehen im Wald den Brand entdeckt und diesen sofort der Integrierten Leitstelle (ILS) gemeldet. Vor Ort wurden die Einsatzkräfte bereits von mehreren Personen erwartet, die eine genaue Lagebeschreibung geben konnten.

Es stellte sich heraus, dass die Feuerwehr die Einsatzstelle mit ihren Fahrzeugen aufgrund des unwegsamen Geländes nicht erreichen konnte. Daraufhin rüsteten sich Einsatzkräfte vor Ort mit speziellen Waldbrand-Rucksäcken aus und machten sich zu Fuß zum Einsatzort auf.

An der Einsatzstelle angekommen mussten sie feststellen, dass das Feuer absichtlich gelegt worden und zum größten Teil aus illegal abgeladenem Müll bestand. Das Feuer hatte sich nicht weiter ausgebreitet, so dass es mit den vorhandenen Waldbrand-Rucksäcken ablöscht werden konnte. red