„Das ist doch ein Erfolg : Wir sind mit der Sanierung im Zeitplan und es wird wahrscheinlich sogar günstiger“, freute sich Stadtrat Erwin Horn (NLE) bei der Begehung des Kindergartens Sankt Marien am Hasenberg in Ebermannstadt .

Sein Kollege Nikolaus Neuner ( CSU ) erinnerte sich an seine Schulzeit in dem Gebäude und erklärte, dass in den jetzigen Gruppenräumen früher Klassenzimmer waren. Und Stadtrat Thomas Dorscht (FDP/BFE) zeigte auf die Räumlichkeiten neben dem Kindergarten, die vor Jahren von der Wasserwacht genutzt worden waren.

Erinnerungen geweckt

Die Gebäude am Hasenberg weckten Erinnerungen, denn sie haben eine interessante Vergangenheit als Schule oder auch Polizeistation. Derzeit wird jedoch der Kindergarten saniert. Deshalb informierten sich die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses des Stadtrates Ebermannstadt am vergangenen Montag über den aktuellen Stand.

„Sie werden die Räume nicht mehr wiedererkennen“, unkte Architekt Ralf Bahl aus Forchheim vor der Begehung. Und dem war auch so.

„Der Gang wirkt ja plötzlich so groß“, meinte Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) erstaunt. „Ja, weil es jetzt heller ist“, antwortete Bahl und erklärte, dass die Holzdecke fehle und alles heller und größer wirke. Er zeigte auch gleich auf, dass das Abhängen der Decken und die Fliesenarbeiten fast fertiggestellt sind. Im Augenblick wird die Außendämmfassade angebracht und die Maler beenden ihre Arbeit.

„Die Aufträge sind vergeben und die Lieferanten haben die Materialien vorrätig. Das ist ja im Augenblick auch ein Thema“, berichtete der Architekt und zeigte, dass noch die Türzargen fehlen.

Dritter Bürgermeister Richard Wiegärtner (FWBB) informierte sich bei Ralf Bahl über den Schallschutz an den Decken und war angetan von der Akustik. Die Räte schauten sich im Erdgeschoss um, das sich auf zwei Ebenen ausdehnt. Es umfasst 770 Quadratmeter und ist für vier Gruppen ausgelegt. Jede Gruppe hat ihren Gruppen- und einen eigenen Sanitärraum.

„Oh, wie schön“, rief Stadträtin Susanne Löser (NLE) aus, als sie einen Sanitärraum betrat und die Fliesen an den Wänden sah. Einige Räte gingen in die Hocke und schauten in den Spiegel, der auf Kinderhöhe angebracht ist.

Danach begutachtete das Gremium den Keller und den Bewegungsraum. Hier stellte Thomas Dorscht fest, dass der Boden wie geplant federt.

Große Räumlichkeiten

Bahl zeigte den Raum für das Personal , den Lagerraum und die Küche. „Kindergartenkonzepte sind heutzutage anders als früher, denn jetzt kommen noch andere Personen rein, zum Beispiel Logopäden “, meinte die Bürgermeisterin. Dafür gibt es nun einen eigenen Multifunktionsraum.

Weiter meinte sie: „So große Räumlichkeiten hätten wir nicht, wenn wir neu gebaut hätten.“ Dem stimmte auch Architekt Bahl zu. Stolz erklärte er, dass die Arbeiten nach Plan fertiggestellt und sogar günstiger kommen würden: „Unser Ziel war eine Fertigstellung bis Ende dieses Jahres. Ende November beziehungsweise Anfang Dezember könnte mit dem Umzug begonnen werden.“

Allerdings möchte die Kindergartenleitung erst nach Weihnachten umziehen, da es in den letzten Jahren viel Stress gegeben hatte.

Christiane Meyer erinnerte die Stadträte daran, dass es derzeit eine fünfte Notgruppe gebe, die vorerst in den aktuellen Räumlichkeiten bleiben müsse.

Thomas Dorscht interessierte sich für das Farbkonzept, und Ralf Bahl erklärte ihm, dass die Decken weiß bleiben sollen und die Wände in „Altweiß“ gestrichen würden. Farbe solle durch Möbel und Bäume in die Räume kommen. „Die Fensterleibungen an der Fassade werden jedoch farbig gestrichen“, ergänzte er.

Christiane Meyer zeigte, dass wegen Corona noch Raumlüfter angebracht werden. „Trotz der etwa 25 000 Euro für die Lüftungsanlage bleiben wir unter den geplanten Kosten“, ergänzte Bahl, was die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses sehr gern hörten.