Coronabedingt wurden viele Aktivitäten von Forchheims Städtepartnerschaften verschoben oder gestrichen. Nun besuchte eine 17-köpfige Delegation, bestehend aus Stadträten und Mitgliedern des Roppener Städtepartnerschaftskomitees, die Tiroler Gemeinde Roppen im Bezirk Imst. Dies ist die erste offizielle Reise seit 2020, als der Städtepartnerschaftsbeauftragte Markus Schmidt seinen Antrittsbesuch durchführte.

Die Partnerschaft besteht offiziell seit 1987. Vorausgegangen war eine bereits seit 50 Jahren bestehende Verbindung der Forchheimer Alpenvereins-Sektion mit der dortigen Alpenvereins-Ortsgruppe. Bei der Begrüßung der Delegation gratulierte Markus Schmidt ( CSU ) dem wiedergewählten Bürgermeister Ingo Mayr ( SPÖ ) zur Gemeinderatswahl Ende Februar 2022. Mayr sagte: „Ich bin sehr froh, dass ihr da seid, eine ganz gemütliche und sehr sportliche Truppe. Es ist irrsinnig schön, dass wir uns seit langer Zeit treffen. Dass wir in größeren Gruppen zusammen sind, ist schon über zwei Jahre her. Unser geplanter großer Ausflug nach Forchheim heuer im Sommer ist eine gute Werbung für die neu gewählten Gemeinderätinnen und -räte. Wir werden zum Annafest kommen.“

Kurz skizzierte Ingo Mayr die Fortschritte seiner Gemeinde: Das Tourismusaufkommen habe sich wieder mehr in die Sommermonate verschoben. Während in den vergangenen 20 Jahren vor allem der Wintertourismus dominierte, wanderten, kletterten und mountainbikten die Gäste vermehrt wieder im Sommer. Die „Area 47“ – ein Freizeitpark – sei ein wirksamer Besuchermagnet, so Ingo Mayr.

Anschaulich erfuhren die Teilnehmer im nahe gelegenen Kühtai die Vorzüge eines gut ausgebauten Skigebietes für den Wintertourismus. Für Roppen sei es allerdings während der Pandemie sehr vorteilhaft gewesen, wirtschaftlich nicht ausschließlich vom Tourismus abhängig zu sein. Neben Obstanbau seien auch metallverarbeitende Betriebe ein wichtiger Industriezweig, erklärte der Bürgermeister.

Am Sonntag besuchten die Delegationsteilnehmer den Gottesdienst in der Pfarrkirche. Der Pfarrer Johannes Laichner erläuterte den Erstkommunionkindern anschaulich das Gleichnis vom verlorenen Sohn, musikalisch eindrucksvoll untermalt vom Chor „The Voices“. Anschließend stand ein Besuch im Pfarrcafé auf dem Programm, das einmal im Monat immer nach dem Gottesdienst abgehalten wird. Ins Leben gerufen wurde das Pfarrcafé von der Vinzenzgemeinschaft, einem sozialen Verein, der benachteiligten oder in Not geratenen Familien an Ort und Stelle hilft. Dieses Mal wurden die Spenden für die Hilfe für die Ukraine gesammelt.

Stadtrat Markus Schmidt fasst zusammen: „Wir hatten drei wunderschöne Tage, die wir sehr genossen haben. Wir haben alte Kontakte erneuert, die neuen Gemeinderätinnen und Gemeinderäte kennengelernt und viel miteinander gelacht. Wir freuen uns sehr auf den Gegenbesuch im Sommer.“ red