Zur Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Hallerndorf hatte Bürgermeister Gerhard Bauer, der schon lange Jahre als Kassenprüfer beim Feuerwehrverein tätig ist, frohe Kunde mitzuteilen: „Der Gemeinderat hat beschlossen, ein neues Feuerwehrgerätehaus zu bauen. Der Neubau ist mit rund 3,3 Millionen Euro veranschlagt“, sagte Bauer.

Die Freiwillige Feuerwehr Hallerndorf ist mit 49 aktiven Mitgliedern, 20 Atemschutzgeräteträgern und drei Feuerwehrfahrzeugen die größte der sieben Ortswehren im Gemeindegebiet Hallerndorfs. Von den 49 aktiven Mitgliedern sind 13 Doppelmitglieder und leisten ihren aktiven Dienst auch in anderen, kleineren Ortswehren.

Viele positive Veränderungen

„Wir brauchen die neue Wache dringender denn je, denn unser Haus ist voll, wir platzen aus allen Nähten“, griff Kommandant Wolfgang Mönius die Ausführungen des Bürgermeisters auf. Sein Rechenschaftsbericht für 2022 fiel kürzer aus als die Jahre zuvor: „Das liegt daran, dass sich vieles zum Positiven verändert hat. Wir haben einen Bürgermeister , der hinter seinen Feuerwehren steht und das Feuerwehrleben ist dadurch einfach leichter geworden“, hob Mönius in seiner Ansprache hervor.

Wunsch nach einem Übungsturm

Einen „Wermutstropfen“ führte er dennoch an, denn sein Wunsch nach einem Übungsturm am neuen FFW-Haus wurde bislang nicht berücksichtigt. „Dieser Turm könnte von allen Feuerwehren der Gemeinde genutzt werden. Wir selbst haben Leitern bis 14 Metern Höhe, mit denen wir regelmäßig die Menschenrettung üben müssen“, begründete der Kommandant sein Ansinnen.

Erfreuliches berichtete er zum Thema Schlauchpflege: Das Prüfen und Pflegen der Schläuche wurde an die Feuerwehr Eggolsheim vergeben: „Das klappt bis jetzt hervorragend, dürfte aber auch nicht gerade billig sein“, meinte Mönius. „Das ist ein weiterer Grund, den Neubau unserer Wache zeitnah umzusetzen, um hier selbst die Schläuche waschen und prüfen zu können.“

Die Entwicklung der Einsatzzahlen der Ortswehr listete der Feuerwehrchef wie folgt auf: Im Jahr 2020 waren es elf Einsätze bei denen 265 Einsatzstunden geleistet wurden, im Jahr 2021 waren es 38 Einsätze bei denen 723 Stunden aufgewendet wurden und im vergangenen Jahr wurden von der FFW Hallerndorf insgesamt 32 Einsätze gefahren. Bei diesen wurden 641 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet.

Als abgeleistete Übungen zählte der Kommandant im Corona-Jahr 2020 nur 20 Übungen mit 240 abgeleisteten Stunden auf.

Nur acht Übungen möglich

Im Vorjahr ohne Corona waren es noch ganze 45 Übungen, bei denen 788 Stunden geübt wurde.

Im Jahr 2021 wurden ebenfalls nur acht Übungen abgehalten, bei denen 92 Stunden geleistet wurden. Im Jahr 2022 wurden 29 Übungen und 358 Übungsstunden abgehalten. erl