Der Countdown läuft. Weniger als einen Monat müssen sich die Forchheimer noch gedulden, bis im Kellerwald wieder im großen Stil angestoßen und ausgelassen gefeiert wird. Am 24. Juli startet das Annafest . Wer dem Event ganz präzise entgegenfiebern möchte, dem sei ein Besuch auf Ulrich „Ulli“ Raabs Website empfohlen.
Bis auf die Millisekunde zeigt hier ein Countdown an, wie lange es noch dauert, bis sich der Kellerwald in eine bunte Partymeile verwandelt. Doch nicht nur das Fest selbst ist Kult. Seit 1993 ist ein Spruch untrennbar mit der großen Sause verbunden – und auch der geht auf Ulli Raab zurück: „ Annafest , alla Dooch Annafest “. Vor 33 Jahren brachte Raab den Spruch erstmals auf T-Shirts und damit direkt unters Volk. Schnell wurde daraus eine Tradition: Fortan gab es jedes Jahr ein neues Shirt mit neuem Motiv.
Jetzt hat Raab, der in Forchheim nicht umsonst den Titel „King Alladooch“ trägt, sein 34. Motiv präsentiert. „Der Prozess ist eigentlich jedes Jahr ähnlich: Man sitzt und zeichnet, macht und tut, dann verfange ich mich in einer Idee – und dann kommt meine Frau und sagt: ,Das ist doch schön‘“, erklärt Raab und lacht. So sei es auch in diesem Jahr gewesen. Raabs Frau habe auf eine Randnotiz gedeutet, die schließlich die Grundlage für das Motiv für das Annafest 2026 werden sollte.
Im Zentrum prangt in großen, ausgestanzten Lettern „ANNAFEST FORCHHEIM“. Rundum ist einiges los: Ballons, Bierkrug, Riesenrad, Tuba und Fische tummeln sich um die großen Buchstaben. Darüber steht in der ikonischen Schrift „ Annafest , alla Dooch Annafest “.
Die einzelnen Elemente finden sich dabei keinesfalls aus Zufall auf dem Motiv wieder. Das Riesenrad ist nicht nur das Wahrzeichen des Annafests, es ist auch stellvertretend für die vielen langjährigen Schausteller Teil des Logos. „Die Tuba steht für die Musikvielfalt und die Breze für die kulinarische Vielfalt des Annafests“, erklärt Raab. Die Luftballons machten deutlich, dass das Annafest auch ein Fest für Kinder ist.
„Bei den Forellen habe ich mich entschieden, sie ein wenig bedröppelt dreinschauen zu lassen. Da habe ich an die Schuldenlast der Stadt Forchheim gedacht“, sagt Raab über die Forchheimer Wappentiere.
Fröhlich zeigt sich hingegen der lustige Bierkrug „Konni“, der seit 2008 immer mal wieder in Raabs Motiven erscheint. Warum der lächelnde Bierkrug auf den Namen Konni getauft wurde, erklärt Raab ebenfalls: „Konrad ist ein alter fränkischer Name, mein Opa hieß auch Konrad. Und auch sonst kenne ich hier viele in Forchheim. Konni, der Krug, das klingt auch gut.“ Der gut gelaunte Maßkrug symbolisiert die Biervielfalt.