Es weihnachtet in den Städten . Viele Menschen haben sich in diesem Jahr auf die Vorweihnachtszeit mit den heimeligen Weihnachtsmärkten in den Ortschaften gefreut. Doch auch heuer macht ihnen ein Virus einen Strich durch die Rechnung. Ebermannstadts Zentrenmanagerin Annika Stintzing findet es schade, dass der Weihnachtsmarkt in der Stadt ausfallen muss: „Wir hatten uns auf eine normale Adventszeit gefreut. Es ist traurig für die Aussteller, Vereine und Händler , denn wir hatten ja viel vorbereitet.“

Unter anderem war am Weihnachtsmarkt-Wochenende auch ein verkaufsoffener Sonntag geplant. Außerdem hatte Wolfgang Minderlein die Aktion „Wallerwarte leuchtet“ initiiert. Hier hätte jeder die Wallerwarte, einem markanten Steinturm oberhalb von Ebermannstadt , durch das Versenden einer Nachricht kurze Zeit zum Leuchten bringen können. Dadurch eingenommenes Geld wäre für einen wohltätigen Zweck gespendet worden. Allerdings war es kein Virus, der die Aktion blockierte, sondern wahrscheinlich Wildverbiss, wodurch die Stromversorgung gekappt wurde. Deshalb plant Minderlein die Aktion im nächsten Jahr.

Doch was bleibt übrig von den Planungen für die Weihnachtszeit in Ebermannstadt ? „Ein Adventskalender mit 31 Türchen“, antwortet Annika Stintzing und erzählt, dass es in diesem Jahr keinen gedruckten Adventskalender geben wird, sondern einen digitalen. Seit Dienstag hat Ebermannstadt auch einen Instagram-Account. Hier, auf Facebook und auf der Homepage der Stadt ist der Adventskalender zu finden.

Jeden Tag gibt es eine Überraschung für die Kunden der Stadt . Zum Beispiel gibt es am 2. Dezember Rabatt in Blunkis Parfümerie. Am 6. Dezember verlosen die Stadtwerke Ebermannstadt Gutschriften auf die Stromjahresrechnung. Am 17. Dezember gibt es bei „md Bikes“ am Marktplatz Rabatt auf Werkstattleistungen. Inhaber Dominik Müller findet es schade, dass Weihnachtsmarkt und verkaufsoffener Sonntag nicht stattfinden. Er hat erst vor Kurzem eröffnet und wollte an diesem Wochenende sein Geschäft präsentieren und bekannt machen. Das fällt nun flach.

Am 11. und am 31. Dezember gibt es ein kleines Geschenk bei „Meisterblümchen“. Inhaberin Nadine Graßer ist traurig, dass der Weihnachtsmarkt nicht stattfindet: „Da ist immer so ein schönes Ambiente. Außerdem habe ich Umsatzeinbußen.“ Sie erklärt, dass sich ihr Laden nicht weit weg vom Weihnachtsmarkt befindet und an diesem Wochenende viele Kunden zum Einkaufen gekommen wären. „Der verkaufsoffene Sonntag am Weihnachtsmarkt ist normalerweise ein verkaufsstarker Tag für uns. Da kommen viele Leute aus dem Umland nach Ebermannstadt . Die Einnahmen fehlen“, sagt Graßer.

Ein Gewinnspiel am zweiten Feiertag

Ganz neu ist „Boxenstopp“ in Ebermannstadt . Wer regionale Produkte zu Weihnachten verschenken möchte, kann diese online bestellen und am 23. Dezember in der früheren „Q-Bar“ abholen. „Uns betrifft das wohl nicht. Aber ich hätte mich beim Besuch des Weihnachtsmarktes ein wenig über Normalität in den aktuellen Zeiten gefreut“, meint Inhaber Julius Stintzing.

Am 26. Dezember findet ein Online-Gewinnspiel der Werbegemeinschaft statt. „Mit dem Adventskalender wollen wir unter anderem die Innenstadt als Einkaufsort stärken und das Bewusstsein bei Kunden und Besuchern für die Vielfalt an Angeboten“, erklärt die Zentrenmanagerin. Wer keinen digitalen Zugriff hat, kann den Adventskalender analog verfolgen, mittels eines Beilegers in der Dezemberausgabe des Mitteilungsblattes.

Damit die Kunden die Ebermannstadter Händler unterstützen, wurde die Aktion „Hier lebe ich – hier kaufe ich ein“ gestartet. Bürgermeisterin Christiane Meyer (NLE) lädt die Bürger ein, auf kurzen Wegen direkt in Ebermannstadt einzukaufen, um damit den Einzelhandel zu unterstützen. „Vielleicht wird der eine oder andere überrascht sein, was Ebermannstadt alles zu bieten hat“, meint Annika Stintzing.