Beide Förderpreise für vorbildliche Waldwirtschaft der Jahre 2020 und 2021 gingen in die Gemeinde Hausen. Den hölzernen Pokal, den die Waldbesitzervereinigung (WBV) Kreuzberg jedes Jahr dafür überreicht, übergab WBV-Vorsitzender Bernhard Roppelt gemeinsam mit Landrat Hermann Ulm und Landtagsabgeordnetem Michael Hofmann (beide CSU ) an den Sieger Martin Heilmann aus Hausen.

In der Laudatio würdigte Förster Matthias Jessen die herausragenden Leistungen der Familie Heilmann. Das 2,2 Hektar umfassenden Walderbe haben sie mittlerweile auf 4,7 Hektar anwachsen lassen. Eine Erstaufforstung eines Ackers vor 19 Jahren ist heute schon zu einem stattlichen kleinen Mischwald herangewachsen.

„Direkt daneben hat die Familie Heilmann von 2007 bis 2013 unter dem Schirm des Kiefernaltholzes mit Rotbuchen, Bergahorn, Spitzahorn aus Pflanzung und dazu eingezäunter Eichennaturverjüngung einen Zukunftswald von morgen geschaffen“, lobte Jessen. Ein weiteres Waldstück wurde 2013 zukunftsträchtig mit Rotbuche und Bergahorn ergänzt und schließlich wurden die Lücken mit einer Mischung aus Elsbeere, Eiche, Rotbuche und Vogelkirsche geschlossen.

Der Vorjahressieger, Manfred Kupfer aus Hausen, der wegen der Corona-Pandemie erst in diesem Jahr ausgezeichnet wurde, bekam den Preis für den vorbildlichen Waldumbau seines Kiefernaltholzes in der Sandachse der Regnitz. Eine Waldbegehung mit WBV-Förster Matthias Koch 2013 bildete den Startschuss für eine kraftraubende Aktion. Auf 1,1 Hektar Waldboden wurden rund 5500 Rotbuchen gepflanzt. Im Trockenjahr 2015 half die ganze Familie, um die zarten Pflänzchen vor dem Vertrocknen zu retten. „200 Kubikmeter Wasser – also etwa 20 000 Gießkannen – wurden in den Wald geschafft. Es überlebte trotzdem nur etwa ein Viertel die Dürre, der Rest musste wieder nachgebessert werden“, erklärte Förster Matthias Jessen. erl