Nach über zwei Jahren ist die gemeinsame Ausbildung in Bayern für ehrenamtliche Mitarbeiter in der Landwirtschaftlichen Familienberatung beendet worden. In Kooperation mit dem Bundesverband der LFB und Sorgentelefon trafen sich seit November 2019 16 Männer und Frauen aus ganz Bayern, um sich für die Beratung von bäuerlichen Familien ausbilden zu lassen. An 14 Wochenenden absolvierten sie einen umfangreichen Stoff in Gesprächsführung, Konfliktbearbeitung, Moderation, systemischer Familientherapie und Beratung in außergewöhnlichen Belastungssituationen, um Bauern in schwierigen Lebenskrisen professionell begleiten zu können.

Trotz der besonderen Herausforderungen der Coronazeit konnte die Ausbildung nun etwas verspätet erfolgreich abgeschlossen werden. Die beiden Ausbilder, Diplompsychologe Hans Berwanger und Pfarrer Walter Engeler, zeigten sich erfreut über das hohe Engagement der künftigen Berater und ihre Bereitschaft, trotz der Widernisse durch die Pandemie „am Ball zu bleiben“.

Für die Teilnehmer war der Ausbildungskurs eine Bereicherung für ihr Leben und sie würden diese nicht mehr missen wollen. „Der starke Strukturwandel in den Landwirtschaftlichen Familienbetrieben und der gesellschaftliche Wandel fordern eine professionelle Beratung ein“, sagt Karl Kißlinger. Er ist der älteste der neu eingeführten landwirtschaftlichen Familienberater . Kißlinger war in seinem Berufsleben, aus dem er sich letztes Jahr in den Ruhestand verabschiedet hat, Steuerberater . „Mit der jetzt abgeschlossenen Ausbildung konnte ich mein Beraterwisssen vertiefen. Dafür bin ich dankbar.“ red