Zum Start in die Sommerferien und zum Ende des Berufsausbildungsjahres erhöhte sich die Arbeitslosigkeit wieder leicht, nachdem sie sich bis einschließlich Juli verrin-gert hatte. In diesem Jahr fiel der Anstieg im Agenturbezirk jedoch deutlich geringer aus als in der Vergangenheit.

Und noch besser sieht es im Landkreis Forchheim aus. Hier stieg die Arbeitslosenquote zwar um 0,1 Prozentpunkte. Sie liegt aktuell gleichwohl nur bei 2,9 Prozent. Das ist weiterhin Vollbeschäftigung. Vor einem Jahr betrug die Quote 3,2 Prozent.

Boris Flemming, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Bamberg-Coburg: „Der August bescherte uns einen sehr geringen saisonalen Anstieg der Arbeitslosigkeit . Die übergangsweise Erhöhung der Jugendarbeitslosigkeit nach dem Schul- oder Ausbildungsende wurde von der weiterhin hohen Einstellbereitschaft der Betriebe größtenteils überlagert. Noch nie seit der Gründung der BRD im Jahre 1949 hatten wir so viele Stellenangebote im Bestand.“

Meldung nach Ausbildungsende

Im Landkreis Forchheim nahm die Zahl der Arbeitslosen seit Ende Juli um 22 Männer und Frauen (+ 1,2 Prozent) auf 1932 zu. Die Arbeitslosigkeit verringerte sich seit dem Vorjahr um 235 Personen bzw. 10,8 Prozent. Überwiegend junge Menschen meldeten sich verstärkt nach dem Ausbildungsende arbeitslos , da nicht immer ein nahtloser Übergang in eine neue Tätigkeit aufgrund der Ferienzeit möglich war. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und jungen Erwachsenen unter 25 Jahren erhöhte sich daher im letzten Monat um 26 oder 14,2 Prozent auf 209. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Jugendarbeitslosigkeit jedoch um 27,7 Prozent bzw. 80 Personen gesunken.

In den vergangenen vier Wochen meldeten Betriebe dem Arbeitgeberservice 284 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsangebote, 3,6 Prozent (+10) mehr als im Vorjahr. Im Bestand haben die Vermittler 1122 offene Stellen . Vor zwölf Monaten waren es 45,9 Prozent bzw. 353 weniger. Forchheim verzeichnet agenturbezirksweit den kräftigsten Zuwachs im Stellenpool.

Wichtig sind Impffortschritte

Und wie geht es weiter? Eine langfristige Prognose kann Agentur-Chef Flemming zufolge niemand geben. „Für die kommenden Monate ist entscheidend, wie sich die bisher positiven Impffortschritte weiterentwickeln und somit weitere gravierende Einschränkungen der Wirtschaft vermieden werden können.“