Zum Artikel „Zoff um das neue Rathaus “ im FT vom 7. Mai 2022:

Dem Pressebericht einer Infoveranstaltung „IG Zukunft Gößweinstein “ zufolge soll ein Bürgerbegehren auf den Weg gebracht werden mit dem Ziel, die Integration des Rathauses in das Pfarrhaus aufgrund zu hoher Kosten zu verhindern. Selbstverständlich steht im Mittelpunkt die finanzielle Machbarkeit eines solchen Projekts.

Neben dem Aspekt der Finanzen darf aber auch die Frage nach dem Fortbestand des Pfarrhauses nicht außer Acht gelassen werden. Bekanntlich befindet sich das unter hohem Denkmalwert stehende Bauwerk in einem sanierungsbedürftigen Zustand. Seit Jahrzehnten stehen etwa 70 Prozent der Räumlichkeiten leer, im übrigen Bereich ist das katholische Pfarrbüro untergebracht.

Für sinnvolle Gesamtnutzung

Voraussetzung für eine Renovierung ist eine sinnvolle Gesamtnutzung des Gebäudes. Eine Unterbringung des Rathauses im Pfarrgebäude würde sowohl der Markt- als auch der Kirchengemeinde dienen.

Das Gößweinsteiner Pfarrhaus ist eine architektonische Schöpfung von Rang und nach Basilika und Burg das bedeutendste Bauwerk der Gemeinde. Es wäre deshalb unerträglich, ein den Ort an zentraler Stelle mitprägendes Gebäude verfallen zu lassen. Ein überregional bedeutender Wallfahrts- und Touristenort wie Gößweinstein kann sich das nicht leisten.

Georg Schäffner

Gößweinstein