Normalerweise findet am dritten Sonntag im Oktober der Tag der offenen Brennereien rund ums Walberla statt. In früheren Jahren machten sich viele Menschen auf den Weg, um zu kosten, was lokale Brenner aus den Früchten der in der Region typischen Streuobstwiesen hergestellt haben. Doch dann kam Corona. So kann auch in diesem Jahr der „Tag der offenen Brennereien “ nicht stattfinden.

„Viele Leute haben sich den Sonntag aber im Kalender eingetragen“, meint Helmut Pfefferle, Vorsitzender des Tourismusvereins „Rund ums Walberla-Ehrenbürg“. Der Verein organisiert diese Veranstaltung normalerweise. Doch in diesem Jahr soll es, das verrät Pfefferle, am dritten Sonntag im Oktober einen „gemütlichen Herbsttag in den Streuobstbeständen rund ums Walberla“ geben.

„Das ist im Prinzip ein normaler Sonntag, an dem einige Höfe offen haben, damit die Gäste ihnen über die Schulter schauen können“, ergänzt Pfefferle und erklärt, dass sich die Höfe auch selbst um alles kümmern, zum Beispiel dass die Hygieneregeln eingehalten werden oder um nötige Genehmigungen beim Landratsamt. Es soll auch keinen Shuttle-Service geben. „Wie gesagt: der ‚Tag der offenen Brennereien ‘ findet nicht statt“, betont der Vereinsvorsitzende noch einmal deutlich.

Kleine Hoffeste

Anni Reichold kümmert sich im Verein üblicherweise um die Organisation. Sie hat auch eine Liste der Gaststätten und Höfe, die in diesem Jahr am dritten Oktobersonntag, also am 17. Oktober, offen haben wollen. Bei den Gasthäusern sind das Sponsel in Kirchehrenbach, Seitz in Thuisbrunn, Drummer in Leutenbach und Nikl-Bräu in Pretzfeld. Kleine Hoffeste sind geplant bei der Brennerei Singer in Mittelehrenbach, dem Biohof Schmidt in Mittelehrenbach, der Brennerei Siebenhaar in Dietzhof, der Brennerei Beutner in Weingarts, der Brennerei Peterhof in Ortspitz, der Brennerei Geistreich in Weingarts und der Edelbrennerei Haas in Pretzfeld.

„Die Höfe werden versuchen, ein kleines Programm auf die Beine zu stellen. Obst sowie Brände und Liköre werden verkauft. Eine Verkostung wie gewohnt wird aufgrund der aktuellen Lage nicht stattfinden“, sagt Anni Reichold. Die Höfe wollen auf jeden Fall Essen und Getränke anbieten.

Johannes Haas von der gleichnamigen Edelbrennerei verrät, dass bei ihm die Brennerei in Betrieb sein wird sowie Schweine-, Wild- und Rehbratwurst gegrillt werden sollen. „Wir stellen einfach ein paar Bänke in den Hof“, erzählt er.

Obst im Blickpunkt

Anni Reichold berichtet, dass die regionalen Brenner besonders am Obst aus den Streuobstbeständen interessiert seien: „Dieses ist besonders aromatisch und einzigartig. Deshalb hegen und pflegen sie diese besonders. Dadurch entwickelte sich im Laufe der Zeit auch unsere besondere Kulturlandschaft.“ Darum informieren die Betriebe Gäste auch gern über die Ernte und deren Verarbeitung. Aber auch sie betont, dass es keinen „Tag der offenen Brennereien “ geben wird.