Zusammen mit dem Planer Georg Griesmann rekapitulierte der Marktgemeinderat von Wiesenttal alle Variablen für den Brückenneubau zwischen Wöhr und Haag. Damit das Müllfahrzeug oder ein Feuerwehrauto den Weiler mit drei Häusern anfahren kann, ist die Holzbrücke zu ersetzen.

Förderung bekommt die Kommune bei einem Brückenneubau aber nur, wenn die Richtlinien für den Brückenbau (Auslegung auf 40 Tonnen) eingehalten sind. Ein solches Bauwerk kommt mit den Planungsleistungen auf um die 800 000 Euro. Nach der Förderzusage bleiben von den Kosten circa 220 000 Euro an der Marktgemeinde hängen.

Ein Bau einer kleineren Brücke für eine Last von 20 Tonnen, so erläuterte Griesmann, käme auch nicht unter 500 000 Euro, also viel teurer für die Gemeindekasse, und sei damit keine wirtschaftlich sinnvolle Alternative.

Die Bezirksregierung von Oberfranken hat inzwischen die technische Freigabe für die Pläne gegeben. Ein Zuwendungsbescheid kommt aber erst, wenn die Kommune einen Vertrag für den Bau mit einem Unternehmer geschlossen hat. Einstimmig beschloss der Gemeinderat , die Bauleistungen für eine Betonkonstruktion auszuschreiben, auch wenn Gerhard Kraus (BGS) die Förderrichtlinien im Fall Haag für Steuerverschwendung hält.

Die Kläranlage

Fachmännischen Rat will der Gemeinderat einholen, weil für das Einzugsgebiet der Kläranlage Ebermannstadt wegen des ablaufenden Wasserrechts eine umfassende Neuberechnung nötig ist. Das Wasserrecht für Birkenreuth läuft ebenfalls Ende 2022 aus. Die Kosten sollen sich die Mitgliedskommunen des Abwasserzweckverbands noch ihren Anteilen teilen; für Wiesenttal sind das 20 Prozent.

Wiesenttal , so konstatierte Manfred Bischoff (FWW), leite wenig problematische Abwässer ein. Dafür aber relativ viel Fremdwasser, ergänzte Geschäftsleiterin Kerstin Zier. „Das Wasser soll in der Region bleiben und Regenwasser möglichst im Naturkreislauf“, erklärte Konrad Rosenzweig ( CSU ) , weshalb die Fremdwassermengen gering zu halten seien. Lp