Trotz großer Herausforderungen des Marktes und der Corona-Krise ist die Bayerische Milchindustrie (BMI) mit Sitz in Landshut und Werk in Ebermannstadt im Jahr 2020 wichtige Entwicklungsschritte gegangen. Das teilte das Unternehmen jetzt mit. Thomas Obersojer, Vorstandsvorsitzender der BMI: „Auch während der Pandemie haben wir uns von unserer langfristig ausgerichteten Weiterentwicklung nicht abhalten lassen und gemeinsam mit unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Kunden , Lieferanten und Partnern wesentliche Zukunftsprojekte umgesetzt.“

Für das Geschäftsjahr 2020 kann das Unternehmen nach eigenen Angaben trotz weltweiter Corona-Krise einen Umsatzanstieg um 1,8 Prozent auf 665 Millionen Euro verzeichnen. Der Absatz lag mit 326 000 Tonnen knapp über dem Vorjahresniveau.

Durch den traditionellen Fokus des Unternehmens auf Fachgroßhandel und Gastronomie hatten die Lockdowns starke Auswirkungen auf den Absatz in diesem Segment. Deutliche Zugewinne bei den Regionalmarken im Lebensmitteleinzelhandel glichen dies teilweise aus: Um 26 Prozent wuchs der Absatz der Marke Frankenland, auch die Marke Thüringer Land entwickelte sich laut BMI ordentlich. Besonders gefragt waren Milch und Milchprodukte im Mehrwegglas sowie das Bio-Sortiment. Auch die Käse-Marke Paladin konnte 2020 deutlich zulegen, wie das Unternehmen weiter informierte.

Im Bereich der Trockenprodukte/Ingredients hält die BMI ihre gute Marktstellung.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie trafen im zweiten und dritten Quartal auch den Milchauszahlungspreis. Die BMI erhöhte und stabilisierte ihn aber im Jahresverlauf und zahlt ihre Milcherzeuger seit November auf dem Niveau regionaler Wettbewerber und deutlich über dem Bundesdurchschnitt aus. „Auch im Jahr 2021 setzen wir alles daran, unseren Milchpreis – entsprechend den Marktmöglichkeiten – weiter nach oben zu entwickeln“, erklärt Obersojer.

Zehn Mitglieder-Liefergruppen der BMI lieferten insgesamt 795 Millionen Kilogramm Rohmilch. Inklusive Zukauf wurden 897,2 Millionen Kilogramm Milch und über 2,1 Milliarden Kilogramm Molke in den BMI-Werken verarbeitet.

Erweiterung in Ebermannstadt

Der Vorstand freut sich über den Beitritt der MWB Milchwirtschaftliche Beteiligungs-Aktiengesellschaft, Heilbronn. Weitere Bio-Milchlieferanten sind der BMI eG ab sofort willkommen. Die langjährige Bio-Kompetenz und die Mitsprachemöglichkeiten im genossenschaftlichen Unternehmen sind dabei wichtige Aspekte für interessierte Milcherzeuger.

Investitionen in Höhe von 19,8 Millionen Euro konnte die BMI nach ihren eigenen Angaben wie geplant realisieren. Im Werk Ebermannstadt wurde die Mozzarellaanlage erneuert und dadurch die Produktionsleistung je Stunde verdoppelt. red