Die Straße "Am Lachgarten" in Poppendorf soll sicherer gestaltet werden. Wie das von der Gemeinde beauftragte Ingenieurbüro Weyrauther aus Bamberg in einer vor dem Gemeinderat Heroldsbach vorgestellten Machbarkeitsstudie erklärt, möchte man damit einen sicheren Weg für die Kinder vom Kriegerdenkmal bis zum Kinderspielplatz "Am Baumfeld" schaffen. Dazu wurden zwei Varianten ausgearbeitet und in der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt.

In Variante 1 befindet sich auf der östlichen Straßenseite ein Gehweg mit 1,5 Metern Breite, der nicht durchgehend ist. Hier müsste Grund erworben werden, um eine durchgehende Gehwegbreite zu schaffen.

Während ein Grundstückseigentümer bereit wäre, Grund abzutreten, ist ein weiterer Eigentümer nicht dazu bereit. Den Gehweg ohne Grunderwerb weiterzuführen, gestalte sich schwierig, so Planer Horst Hofmann.

In der Variante 2 befindet sich ein Gehweg auf der westlichen Seite. Hier müsste ein bestehender Graben verrohrt werden, um eine Gehwegbreite von 1,5 Metern zu schaffen. Vorteil wäre hier, dass die Kinder auf der richtigen Seite laufen und die Straße zum Spielplatz nicht queren müssten.

Die Kosten für beide Varianten wären ungefähr gleich und werden mit circa 200 000 Euro beziffert. Im Rahmen von Isek könnten Fördergelder beantragt werden, so die Aussage der Verwaltung. In der weiteren Diskussion wurde Variante 2 favorisiert.

"Wie wichtig ist der Weg für die Menschen, im Verhältnis zu den Kosten?", fragte so mancher Rat nach der Vorstellung der Studie.

Der Kindergarten St. Josef wird komplett energetisch saniert und nicht nur teilweise. Die ausgearbeitete Entwurfsplanung mit unterschiedlichen Varianten stellte das beauftragte Architekturbüro dem Gremium ebenfalls vor.

Nach der Vorstellung einigte man sich mehrheitlich auf Variante 1 mit Metallverkleidung für die Fassade und Lamellenholzverkleidung für die Giebelseite. Der Eingangsbereich bleibt im Wesentlichen bestehen. Das Bestandsgebäude bleibt weiter eigenständig, während der Anbau mit seinem grünen Dach sich naturnah in die weitere Umgebung einfügen wird.

Die energetische Sanierung für das Bestandsgebäude erfolgte einstimmig. Die Kosten belaufen sich für die Maßnahme auf 1,35 Millionen Euro.

Wo gibt es Platz für die Jugend? Das ist die Frage, denn in Heroldsbach gibt es für Jugendliche keine Möglichkeit, sich zu treffen, wie Fraktionsvorsitzende Pia Heidl (JB) feststellte. Die JB-Fraktion hatte deshalb einen Antrag auf Errichtung eines Jugendtreffs gestellt.

In die Schule integriert?

Die Verwaltung wird beauftragt, zu prüfen, ob in einem möglichen Mensagebäude auf dem Schulgelände ein barrierefreier Jugendtreff sinnvoll integriert werden kann. Dazu ist ein Planungsbüro zu beauftragen, das verschiedene Varianten erarbeitet und die Kosten dafür ermittelt. Weiter soll das Planungsbüro Alternativen vorstellen, wie die Errichtung eines Jugendtreffs ohne Mensaneubau auf dem Schulgelände.

"Was ist das für ein Jugendtreff ?", fragte Peter Münch (FWOe). Dazu gibt es noch viele offene Fragen. Die Idee eines Jugendtreffs in Heroldsbach ist allerdings schon alt. Immer wieder wurden Vorstöße gemacht, dann jedoch ad acta gelegt. Das Schulgelände sei als Standort ungeeignet, befand Münch. Das Thema ist jedoch wieder aktuell meinte Elfriede Sesser ( SPD ). "Wohin sollen sie denn gehen, wenn sie ein Fest machen wollen? Die Anwohner schimpfen und die Jugendlichen müssen sich wieder einen anderen Ort suchen", beschrieb Elfriede Sesser die Situation und hält den Standort Schule für Ideal.

Dritte Bürgermeisterin Inge Pieroth hält den Standort bei der Skaterbahn für den geeignetsten, da sich dort die Jugendlichen sowieso treffen. Pieroth hält den Standort Schule auch für ungeeignet.

Bürgermeister Benedikt von Bentzel verwies auf die Schulverbandssitzung, in der dieses Thema angesprochen wurde. Man halte es aus rechtlicher Sicht für bedenklich. Ferner müsse zuerst mit der Gemeinde Hausen darüber gesprochen werden, ob es überhaupt ein Grundstück dafür gibt. Von Bentzel schlug vor, bei der Regierung von Oberfranken anzufragen, was für Möglichkeiten bestehen. Mit einer knappen Mehrheit von 9:8 Stimmen wurde der Antrag angenommen.

Getagt wird weiter in der Halle

Abschließend informierte der Bürgermeister das Gremium darüber, dass laut Staatsregierung Gemeinderatssitzungen online abgehalten werden können. Die Kosten belaufen sich für die Technik auf 10 000 bis 15 000 Euro. Das Ratsgremium plädierte einstimmig dafür, weiter Präsentsitzungen abzuhalten, da die erforderlichen Hygienevoraussetzungen durch die Nutzung der Hirtenbachhalle gegeben seien.