Der Gemeinderat beschloss, den Bebauungsplan Poxdorf-Ost und die örtliche Stellplatzsatzung zu überarbeiten. Beide Absichten wurden durch private Bauvorhaben ausgelöst.

Der Bebauungsplan ist schon älter und enthält detailreiche Festsetzungen, wie sie heute nicht mehr üblich sind. Als Beispiel wurde die Verpflichtung zu Jägerzäunen genannt. "Olle Kamellen raus", nannte es Bürgermeister Paul Steins ( CSU ). Der Auslöser ist hier ein Bauvorhaben mit großen Gauben. Dieses genehmigte das Landratsamt Forchheim nicht. Stattdessen wurde in den Raum gestellt, die zulässige Geschosshöhe entweder als Einzelfall zuzulassen oder im Baugebiet um ein Stockwerk zu erhöhen.

Wohnraum schaffen

Da auch andere Festsetzungen dem Bedarf, insbesondere der Schaffung von Wohnraum, entgegenstehen, wählte der Rat die große Lösung. Dadurch können auch andere Häuser aufgestockt werden, auch wenn es zu schwierigen Situationen bei den vorhandenen Doppel- und Reihenhäusern kommen kann. Denn dort könnten nur alle gemeinsam erhöhen. Einen Zeitverlust für den Bauwilligen gibt es nicht, weil sowohl das Einzelfallverfahren als auch die Gesamtüberarbeitung etwa ein halbes Jahr dauern.

Die Überarbeitung der Stellplatzsatzung wurde durch die Bauvoranfrage für ein Grundstück in der Sandstraße ausgelöst. Dort möchte ein Bauherr ein Wohnhaus mit sechs Wohnungen errichten. Sie sind alle minimal kleiner geplant als 75 Quadratmeter. Deshalb muss er entsprechend der Satzung für jede Wohnung nur einen Stellplatz nachweisen. Der Gemeinderat ging aber davon aus, dass zumindest bei einem Teil der Wohnungen zwei Autos vorhanden sein werden. Stellvertretende Bürgermeisterin Kim Hübschmann ( CSU ) schlug vor, der Bauinteressent möge sein Haus so umplanen, dass er nur neun Stellplätze nachweisen muss.