Eigentlich war geplant, dass die neuen Klassenräume für die Grund- und Mittelschüler in Kirchehrenbach bis zum Schuljahresbeginn nach den Sommerferien fertig sind. Die Mittelschüler sollten aus dem Verwaltungstrakt und den Fachlehrräumen sowie die Grundschüler aus der alten Grundschule gegenüber umziehen können. Dies wird sich nun aber verzögern.

Der Architekt Udo Freitag vom Bamberger Architektenbüro Eis rechnet nun damit, dass die neuen Klassenräume bis zu den Weihnachtsferien bezugsfertig sind. Der Grund für die Verzögerung sind keine Lieferengpässe von Material, sondern waren corona-bedingte Arbeitsausfälle der beteiligten Firmen.

Die Sanitär-, Lüftungs- und Elektroarbeiten in den neuen Klassenräumen sind so gut wie abgeschlossen. Was noch fehlt, sind Putz-, Fliesen- und Bodenbelagsarbeiten im Bauabschnitt 1, also dem rechten Schultrakt. In der Aula muss der große Deckenträger, der sich gesetzt hat, mit einer Betonschicht statisch abgesichert werden.

Schulküche fast fertig

Die neue Schulküche ist fast fertig. Es fehlt unter anderem noch der Fettabscheider. In Kürze eingebaut wird auch die neue Pelletsheizung mit einem im Boden versenkten großen Pufferspeicher.

Wenn der erste Bauabschnitt fertig ist und die Schüler umgezogen sind, kann mit der Sanierung im zweiten Bauabschnitt begonnen werden: also mit den Räumen, in denen die Fachräume, die Mittagsbetreuung, die Ganztagsschule und die Verwaltung untergebracht sind. Die Bürgermeisterin Anja Gebhardt ( SPD ) geht davon aus, dass die komplette Schulsanierung bis Ende nächsten Jahres abgeschlossen werden kann. Bei den Kosten liegt man inzwischen rund 500 000 Euro über der ursprünglichen Kostenschätzung, teilte sie im Gemeinderat mit. Der Grund dafür sind unter anderem Materialpreissteigerungen im Technikbereich.

Braucht es Luftfiltergeräte?

Gemeinderat Siegfried Adami ( SPD ) regte an, trotz der neuesten Luftfilteranlage mobile Luftfiltergeräte anzuschaffen, weil die Klassenzimmer zu Schuljahresbeginn nun ja noch nicht bezugsfertig sind. „Nicht dass wir dann leer dastehen“, sagte Adami, der betonte, dass die „unsere Kinder schon wert sein sollten.“ Die Rathauschefin hielt nichts von der Anschaffung von mobilen Luftreinigern, weil die neue Belüftungsanlage laut Planer ausreichend für die Pandemiebekämpfung sei.

Zu einem gleichen Ergebnis kamen auch schon die Mitglieder des Bauausschusses. Auch andere Schulen werden zu Schuljahresbeginn noch nicht alle mit mobilen Luftfiltergeräten ausgestattet sein, weil man die benötigte Anzahl für ganz Bayern in so kurzer Zeit gar nicht herbringen würde, ist sich Gebhardt sicher.

Nachgedacht wird allerdings über Leihgeräte für die Übergangszeit, falls diese überhaupt geliefert werden können. „Wenn das Ausleihen teurer ist als der Kauf, dann können wir die Geräte gleich kaufen“, ließ Adami nicht locker. Denn aktuell gibt es pro Gerät und Klassenzimmer 50 Prozent Zuschuss. Außerdem könne man dann die Geräte später auch woanders einsetzten, zum Beispiel im Pfarrheim oder Rathaus, so Adami.

Auch davon hielt Gebhardt nichts, weil man für große Klassenräume dann zwei solche mobilen Luftfiltergeräte bräuchte, aber nur eines bezuschusst werde. Im Kindergarten kann man auch darauf verzichten, weil es dort bereits eine Belüftungsanlage gibt.