Der Gemeinderat Heroldsbach hat die zum Bebauungsplan "Steigäcker II" eingegangenen Anregungen behandelt. Das Gremium beschloss den Bebauungsplan und wird dazu den Flächennutzungsplan im Wege der Berichtigung anpassen.

Bürgermeister Benedikt Graf von Bentzel ( CSU ) hatte im Vorfeld erläutert, dass nach wie vor hoher Bedarf an Wohnbaugrundstücken bestehe. "Deshalb ist es Ziel, mit dem Bebauungsplan ein weiteres Baugebiet zu realisieren und so schnell wie möglich einer sinnvollen Planung zuzuführen", brachte es der Bürgermeister auf den Punkt.

In der Diskussion um die Bauland- und Umlegungsanordnung waren sich die Räte darin einig, das Vermessungsamt mit der Verfahrensverantwortung zu beauftragen. Bürgermeister von Bentzel erklärte, "das Vermessungsamt wird eingebunden, um die Neutralität zu wahren, da die Gemeinde Heroldsbach im dortigen Baugebiet auch Grundstücke hat".

Der Heroldsbacher Gemeinderat brachte in seiner ersten Sitzung des Jahres auch die Einbeziehungssatzung "Lachgarteen Poppendorf" auf den Weg. Das Areal war bisher als landwirtschaftliche Fläche ausgewiesen. Eine Zufahrt zu den Grundstücken sei, so erläuterte Zweiter Bürgermeister Jürgen Schleicher ( CSU ), mit den betreffenden Grundstückseigentümern einvernehmlich geklärt worden.

Für die weitere Sanierungsplanung des Kanalnetzes im gesamten Heroldsbacher Gemeindegebiet hatte das Ingenieurbüro Weyrauther ein Angebot vorgelegt, wofür für die hydraulische Berechnung der Mischwasserkanäle 30,5 Kilometer Länge angesetzt wurden. Als weitere Maßnahme ist vorgesehen, den 12,5 Kilometer langen Hauptsammler mit zu berechnen, da dieser mit den Mischwasserkanälen im Gemeindegebiet verknüpft ist und diese sich gegenseitig hydraulisch beeinflussen. Die Kosten für die hydraulische Berechnung belaufen sich auf 51 042 Euro, wobei die Kosten für den Hauptsammler in Höhe von 14 837 Euro vom Abwasserzweckverband getragen werden. Der Anteil der Gemeinde Heroldsbach liegt bei 36 204 Euro. "Wir werden in den nächsten Jahren noch Millionen im Boden vergraben, die keiner sieht", sagte der Bürgermeister . Dennoch sei es eine zukunftsweisende und sinnvolle Maßnahme. Das Gremium beauftragte das Büro Weyrauther einstimmig mit der hydraulischen Berechnung der Mischwasserkanäle bis Ende Juni.

Der Kindergarten St. Josef wird komplett energetisch saniert, da er an Fenstern, Fassade und Dach große Mängel aufweist. Der Träger und die Kindergartenleitung hatten mehrfach auf die Mängel hingewiesen. Ein Versuch, die Mängel bei den Fenstern durch Einstellmaßnahmen und den Einbau von neuen Dichtungen zu beheben, erwies sich als erfolglos. Die Verwaltung hat in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Paptistella die erforderlichen Arbeiten sowie entsprechende Kosten für die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes mit 1 192 730 Euro ermittelt.

Die Maßnahmen, berichtete Bürgermeister von Bentzel, seien als Generalsanierung mit 60 Prozent förderfähig. Das Bestandsgebäude würde mit dieser Sanierung nahtlos an das neue Gebäude anschließen. Die Durchführung der Arbeiten sei, soweit die Bezirksregierung von Oberfranken dem vorzeitigen Beginn zustimmt, direkt im Anschluss an die Fertigstellung der Erweiterung geplant. Vorteil dabei: Die bestehenden Kindergarten- und Krippengruppen können während der Bauzeit in den Neubau ausweichen. Die Verwaltung wurde beauftragt, Honorarangebote einzuholen sowie die Fördermittelanträge bei der Regierung von Oberfranken zu stellen.