Nach über zwei Jahren ist die gemeinsame Ausbildung in Bayern für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Landwirtschaftlichen Familienberatung (LFB) der Kirchen beendet worden. In Kooperation mit dem Bundesverband der LFB und Sorgentelefon trafen sich 16 Männer und Frauen aus ganz Bayern, um sich für die Beratung von bäuerlichen Familien ausbilden zu lassen.

An 14 Wochenenden absolvierten sie einen umfangreichen Stoff in Gesprächsführung, Konfliktbearbeitung, Moderation, systemischer Familientherapie und Beratung in außergewöhnlichen Belastungssituationen, um die Bäuerinnen und Bauern in schwierigen Lebensphasen professionell begleiten zu können. Trotz der besonderen Herausforderungen der Corona-Zeit konnte die Ausbildung nun etwas verspätet erfolgreich abgeschlossen werden.

Die beiden Ausbilder, der Psychologe Hans Berwanger und Pfarrer Walter Engeler, zeigten sich erfreut über das hohe Engagement der künftigen Beraterinnen und Berater und ihre Bereitschaft, trotz der Widernisse durch die Pandemie „am Ball zu bleiben“. Für die Beratung bekamen sie viele Methoden und Werkzeuge an die Hand. Ein offenes Ohr, Akzeptanz und Wertschätzung sind die Grundpfeiler der Beratung.

„Dafür bin ich dankbar“

„Der starke Strukturwandel in den landwirtschaftlichen Familienbetrieben und der gesellschaftliche Wandel fordern eine professionelle Beratung ein“, sagt Karl Kißlinger. Er ist einer der Teilnehmer und zugleich der älteste der neu eingeführten Landwirtschaftlichen Familienberater . Kißlinger war in seinem Berufsleben, aus dem er sich letztes Jahr in den Ruhestand verabschiedet hat, Steuerberater . „Mit der jetzt abgeschlossenen Ausbildung konnte ich mein Beraterwisssen vertiefen. Dafür bin ich dankbar.“ red