In der Sitzung des Gemeinderates Stockheim am Montag, die coronabedingt wieder in der Zecherhalle in Neukenroth stattfand, stellten die Sprecher der kürzlich neu gegründeten Senioren-Arbeitsgemeinschaft (AG) das Team, ihre Vorgehensweise und ihren Arbeitsstil in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat vor.

Bürgermeister Rainer Detsch (FW) bekräftigte, dass es sich bei der Senioren-Arbeitsgemeinschaft um ein vom Gemeinderat gewolltes und gewähltes Gremium mit sehr engagierten Idealisten mit Mitgliedern aus allen sieben Ortsteilen handle, die teils auf jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement zurückblicken können und somit auch ein Gefühl dafür haben, wo der Schuh drückt. Die beiden über 80-jährigen Seniorensprecher, Hans Parnickel aus Burggrub und Rainer Kraus aus Stockheim, präsentierten mit großem Selbstbewusstsein ihre Vorstellungen einer zukünftigen Zusammenarbeit.

Führungspersönlichkeiten

Parnickel war Lehrer und vom Studentenvertreter bis in den Bundesvorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft tätig. Rainer Kraus, ehemaliger selbstständiger Unternehmensberater und ein Vierteljahrhundert Vorsitzender des TSV Stockheim, machte ebenfalls seinen Willen deutlich, nicht nur Wünsche oder Forderungen auf Papier vorzubringen. Er möchte, wie er es im Beruf gewohnt war, möglichst schnell die besprochenen Angelegenheiten in Taten umgesetzt haben. Das müsse auch in einer Kommune möglich sein.

Parnickel erklärte, warum die Senioren-Arbeitsgemeinschaft nötig sei. Grundprinzip sei, auch im Alter an der Heimat noch mitgestalten.

Dazu stelle man ein starkes Team aus Vertretern aller sieben Ortsteile. Man wolle konstruktive Vorschläge einbringen, von denen die Allgemeinheit Vorteile habe, also nicht allein auf Senioren ausgerichtet sein.

Ohne große viel Geld

Kraus nannte dazu konkrete Beispiele wie die Forcierung der Digitalisierung und Solarleuchten an Gehwegen und Plätzen. Friedhofsgestaltung, Ruhebänke und Einkaufshilfen seien weitere Anregungen, die umgesetzt werden könnten - und dies ohne große Investitionen.

Bürgermeister Rainer Detsch blieb es nicht verborgen, dass die AG regelrecht vor Ideen sprudelt. Um ein Zeichen guten Willens zu setzen, habe auch die Gemeinde bereits gehandelt. Es wurde eine Ruhebank im Industriegebiet aufgestellt, wie sie von der Senioren-AG angeregt worden war.

Beide Vertreter waren verblüfft, denn sie hatten die Bank noch nicht bemerkt. Sie dankten aber herzlich "für dieses Signal, dass sie gehört werden". eh