Arkadius Guzy

Die Flüchtlinge in der Notunterkunft in der ehemaligen BayWa haben begonnen, die Außenanlagen für den Sommer vorzubereiten. Aus der bisher zugewucherten Rabatte auf dem früheren Parkplatz ist so zum Beispiel ein Gemüsebeet mit Tomaten-, Zwiebel- und Zucchinipflanzen entstanden.
Die Idee hatten die beiden syrischen Flüchtlinge Emad Mansour und Amjad Alaa Deen. Sie haben sich sinnvoll beschäftigen wollen, sagt Mansour. Zu einem typischen Haus in Damaskus gehöre ein Hof mit Garten und Brunnen, erklärt er. Diese Tradition wollen sich die beiden auch in der Notunterkunft erhalten. So soll noch eine Sitzecke mit Blumen und einer kleinen Wasserfläche entstehen.
Die Umgestaltung des Außengeländes ist nicht die einzige Veränderung, denn es gibt personell einen Wechsel in der Einrichtung, die von den Maltesern betrieben wird: Seit Anfang Mai verantwortet Christian Conrad die Leitung. Der 28-Jährige war zuvor in der Notunterkunft in Regensburg tätig, wie er erklärt. Zwei Stellvertreter stehen Conrad zur Seite. Die hauptamtlichen Kräfte hat er neu organisiert. Die Mitarbeiter sind nun verschiedenen Fachbereichen wie Erwachsenenbetreuung, Kinderbetreuung oder Dolmetscherdienste zugeordnet.
Die Offenheit der Hammelburger gegenüber der Einrichtung gefällt Conrad. Wer noch mithelfen will, könne gerne in der Einrichtung vorbeischauen. Ebenso begrüßt der neue Leiter gerne weitere Sachspenden, wie Inliner oder Kinderfahrräder.