Die erfolgreiche Arbeit fortsetzen ist das Ziel des Wirtschaftsforums Obermain-Jura (WOJ). Nachdem die Corona-Pandemie die Tätigkeit etwas heruntergefahren hatte, soll nun mit dem neu gewählten Vorstandsteam weiter für eine positive Entwicklung im Bereich Obermain-Jura gearbeitet werden.

Dass dies nicht nur die Wirtschaft allein betrifft, sondern auch im öffentlichen Bereich wichtig ist, zeigte sich daran, dass an der Mitgliederversammlung im "Fränkischen Hof" in Baiersdorf auch die drei Kommunen des oberen Landkreises Lichtenfels mit Susanne Bock von Wülfingen (Zweite Bürgermeisterin in Burgkunstadt), Julia Spörlein (Dritte Bürgermeisterin von Weismain) und Marco Weidner (Zweiter Bürgermeister Altenkunstadt) teilnahmen.

Stabile Lage

Der Vorsitzende des WOJ, Erhard Ströhl, der bei der Neuwahl dann sein Amt an Michael Limmer weiterreichte, gab bekannt, dass die Situation für die Organisation stabil sei. Zahlreiche digitale Gespräche mit verschiedenen Wirtschaftsgruppen und Unternehmen haben die Corona-Zeit geprägt.

Als Höhepunkt der vergangenen Zeit bezeichnete Ströhl die Präsenzveranstaltung in Kloster Banz. Es war ein Informationsabend des Wirtschaftsforums Obermain-Jura, der Universität Bayreuth und der Energieagentur Nordbayern. Mit rund 40 Gästen konnten sich die Teilnehmer zum Thema Klimaneutralität von Unternehmen austauschen. Festzustellen war laut Vorsitzendem, dass das Thema Klimaneutralität die Unternehmen bewege.

Neue Mitglieder werben!

Nach Corona und einer weiter verbesserten Normalität sollen, wie es hieß, neben den 29 Mitgliedern aus dem oberen Landkreis über den ganzen Kreis und darüber hinaus neue Mitglieder geworben werden. "Es müssen alle angesprochen werden, die sich für eine positive Entwicklung der Region einsetzen können und wollen." Es habe sich gezeigt, dass sich die Verbindungen zum Innovationszentrum Region Kronach sehr positiv darstellten. Erhard Ströhl kann sich auch eine wünschenswerte Kooperation in Richtung Bamberg vorstellen.

Ein Online-Meeting mit den Stellen in Kronach/Rehau habe einmal mehr gezeigt, wie attraktiv die Jobsuchestrategie "Jobtrüffel" bei der Arbeitssuche für mögliche Beschäftigte in Betrieben der Region sein kann. Verstärkt sollen auch die Unternehmerfrühstücke abgehalten werden. Firmenpräsentationen sollen wieder verstärkt im Fokus stehen.

Interesse für die Region

Als wichtig erachtet es das Wirtschaftsforum, die Region interessanter zu machen, um Arbeitskräfte für verschiedene Jobs zu gewinnen. Der Vorsitzende sagte: "Wir haben und sind attraktive Unternehmen, deshalb muss es uns gelingen, junge Menschen, die woanders ihr Studium machen, wieder zu uns zurückzuholen, um eine Überalterung der Region zu vermeiden. Zusammen mit dem Landkreis solle jungen Menschen Zug um Zug aufgezeigt werden, was beruflich in der Region möglich ist. Es wäre laut Ströhl gut, die Marke Obermain-Jura durch gezielte Internetauftritte durch ein Regionalmanagement besser zu platzieren. Kostengünstige Lebenshaltungskosten, gute Einkaufsmöglichkeiten und nicht zuletzt die schulischen Möglichkeiten sowie die Immobilienstruktur sollten einfließen.

Es habe sich schon viel getan, und die Stimmung sei wesentlich weiter als 2015, fasste Erhard Ströhl zusammen.

Das Ergebnis der Neuwahlen

Sehr zügig gingen die Neuwahlen trotz einiger Umbesetzungen mit folgenden Ergebnis über die Bühne. Neuer Vorsitzender ist Michael Limmer, Zweiter Vorsitzender Oliver Bienlein, Dritter Vorsitzender Christian Dietz, Schriftführer Michael Müller, Schatzmeister Uwe Gottschlich und Vorstandsmitglied Erhard Ströhl. Die Kasse prüfen Hans Püls und Peter Dechant.

Der neu gewählte Vorsitzende Michael Limmer dankte seinem Vorgänger für die unermüdliche Arbeit, die er in den vergangen sechs Jahre geleistet habe. Er machte darauf aufmerksam, dass es den sogenannten Businessführerschein für Schulen in etwas abgeänderter Form wieder geben soll. Verstärkt sollte das Augenmerk auf Ausbildung in der Pflege und in weiteren Fachberufen in Oberfranken gelegt werden. rodi