Die Beschäftigung im Bezirk der Agentur für Arbeit Fürth lag 2019 um 25 000 Arbeitnehmer oder elf Prozent höher als fünf Jahre zuvor; 13 300 von ihnen sind Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Das teilt die Agentur mit.

Im Zeitraum von 2014 bis 2019 ist die Beschäftigung im Agenturbezirk Fürth mit seinen Städten Fürth und Erlangen sowie den Landkreisen Fürth, Erlangen-Höchstadt und Neustadt/Aisch - Bad Windsheim stark gestiegen. Im Juni letzten Jahres erreichte sie einen Höchststand. Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten rund 254 000 Menschen in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Davon haben 35 000 Männer und Frauen eine ausländische Staatsagenhörigkeit. Damit ist deren Anzahl in fünf Jahren um mehr als 60 Prozent gestiegen. Thomas Dippold, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Fürth stellt fest: "Wir sind in unserer Region auf ausländische Mitarbeiter angewiesen." Tatsache sei, dass der Aufbau der Betriebsbelegschaften in diesem Umfang in dieser Zeitspanne allein mit einheimischen deutschen Arbeitnehmern nicht möglich gewesen wäre. "Der Beschäftigungszuwachs von 2018 bis letztes Jahr wurde zu 70 Prozent über ausländische Bewerber realisiert."

Vom Beschäftigungsaufbau 2014 bis 2019 haben am meisten die Menschen aus den elf Staaten der EU-Osterweiterung profitiert, aktuell kommt etwa ein Drittel der 35 000 ausländischen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten aus der EU-Osterweiterung. In fünf Jahren ist der Anteil von Arbeitnehmern aus den Drittstaaten auf insgesamt 15 500 angewachsen.

Jüngstes Instrument die Zuwanderung zu fördern, ist das am 1. März in Kraft tretende Fachkräfteeinwanderungsgesetz. Es gilt als weiterer wichtiger Schritt, Deutschland als Einwanderungsland attraktiver zu machen. Es soll den Zugang zum Arbeitsmarkt für Fachkräfte aus Drittstaaten erleichtern.

Im Landkreis Erlangen-Höchstadt gibt es unter den insgesamt 53 277 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten 7886 Ausländer, teilt die Agentur für Arbeit weiter mit. red