Bei der DJK Schondra dreht sich derzeit Vieles um ein nicht ganz unkompliziertes Thema. Der Verein versucht, seinen Spieler Arsim Shabani zu halten. Der Kosovare gilt in den Reihen von erster und zweiter Mannschaft als echter Glücksgriff. Nach Auskunft der Vereinsführung zeigt Shabani im Training ständig größtes Engagement, hat im Dorf eine Arbeit gefunden, lernt die deutsche Sprache und begeistert nicht nur die Fußballer mit seiner offenen Art. Nun aber droht die Abschiebung und die Spieler wollen ein Zeichen setzen. "Fight for Arsim" steht derzeit auf den Trainingstrikots der Schondraer. Zusammen mit einem überdimensionalen Daumen. Die Wartmannsröther zeigten sich von dieser Aktion angetan und sprachen den Schondraern ihren Respekt aus. Der Ausgang ist freilich ungewiss, denn Flüchtlinge aus dem Kosovo haben aktuell eigentlich keine Chance, dass ihr Asylantrag bewilligt wird. Nun wollen die Schondraer auch im Internet um Aufmerksamkeit werben.

Dass bei den Rot-Weißen aus Obererthal an diesem Wochenende Michael Helm zwischen den Pfosten stand, ist auf den ersten Blick keine spektakuläre Nachricht. Interessant wird diese Personalie allerdings, wenn man weiß, dass die Obererthaler monatelang auf ihren Stammkeeper verzichten mussten. Eine komplizierte Fraktur zwang Helm zu einer längeren Pause. Die Gesundheit stand eben an erster Stelle. Das Verletzungspech in Sachen Torsteher artete in Obererthal allerdings noch weiter aus. Nicht weniger als sieben Keeper in einer Saison hat Manfred Rüth gezählt. Die Misere ging so weit, dass sogar Goalgetter Andy Graup in den Kasten beordert werden musste. Der machte seine Sache zwar unerwartet gut, wurde dann aber doch in der Offensive schmerzlich vermisst. Mit der Rückkehr ihres etatmäßigen Keepers Helm erhoffen sich die Obererthaler, dass sie nicht wieder in so eine missliche Lage kommen. bit