Gertrud Glössner-Möschk

Pettstadt — Das hätte schlimm ausgehen können: In der dicht bebauten Bachgasse in Pettstadt ist in der Nacht zum Montag ein Feuer in einer Scheune ausgebrochen. Das landwirtschaftliche Gebäude grenzt unmittelbar an zwei Wohnhäuser. Die gute Nachricht: Es kamen weder Menschen noch Tiere zu Schaden.
Der Brand war von Nachbarn kurz vor 2 Uhr bemerkt und gemeldet worden. Daraufhin alarmierte die Integrierte Leitstelle gegen 2 Uhr zahlreiche Einsatzkräfte zur Brandbekämpfung in die Bachgasse.


Drehleiter aus Hirschaid

Als die ersten Feuerwehrleute eintrafen, sahen sie schon die Flammen aus dem Dachstuhl der Scheune schlagen und sie mussten die große Drehleiter der Feuerwehr Hirschaid einsetzen, um das Löschwasser gezielt an den Brandherd zu bekommen.
Glücklicherweise war es nicht ganz so bitterkalt wie in den vorangegangenen Nächten, sonst hätten die Einsatzkräfte womöglich ein Problem mit der Löschwasserversorgung aus der Ebrach gehabt. Trotzdem waren die Arbeitsbedingungen alles andere als optimal: Auf dem eisigen und mit Schnee bedeckten Boden war es außerordentlich glatt. Mit einem eigenen Fahrzeug wurde Streusalz herbeigeschafft, um den Boden griffig zu machen.


80 Leute im Einsatz

Nach Mitteilung von Kreisbrandinspektor Reinhold Schumm waren insgesamt 80 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie kamen von den Feuerwehren Pettstadt, Reundorf, Frensdorf, Röbersdorf und Hirschaid. Schumm zeigte sich erleichtert, dass seine Leute den Brand so schnell in den Griff bekommen haben. Das Feuer sei schnell unter Kontrolle gewesen. Damit sei Schlimmeres - nämlich das Übergreifen auf die benachbarten Wohnhäuser und weitere Gebäude in der Nachbarschaft der engen Bachgasse - glücklicherweise verhindert worden.
Die Polizei teilt ergänzend mit, dass dank des schnellen Eingreifens nur ein Teil des betroffenen Dachstuhls beschädigt wurde. Den Sachschaden beziffert sie mit 30 000 Euro. Die Ermittlungen zur Brandursache werden noch einige Zeit dauern, hieß es bei der Polizei am Montag. Der Kriminaldauerdienst der Kriminalpolizei Bamberg sei damit betraut.
Laut Polizei haben die Fachleute aber bereits einen Verdacht: Vermutlich sei es heiße Asche gewesen, die in der Biotonne entsorgt wurde und sich wieder entzündet habe. Die Polizei schreibt: "Das Feuer setzte darauf das Scheunentor in Brand und griff auf das Dach der Scheune über."