Kleine Dorfwehren sind unverzichtbar. Sie kennen die Details vor Ort und können im Ernstfall viel zur Klärung der Sachlage beitragen. Der Neudrossenfelder Ortsteil mit seinen 25 Häusern und dem Tanzlokal ist da ein gutes Beispiel, wie die Jahresversammlung verdeutlichte. Man kämpfe zwar um den Bestand, wie Kommandant Joachim Hübner sagte, "aber arbeitslos werden wir nicht".

Er listete acht Einsätze auf, vorwiegend technische Hilfeleistungen auf der nahen B 85, und freute sich über zwei junge Frauen (Lena Leichauer und Lara Bock), die der Wehr kürzlich als Aktive beitraten. Damit habe man 21 Dienstleistende und liege über der Sollstärke.

Bedingt durch Corona sei der Verein zum zeitweiligen Stillstand gezwungen worden, berichtete Vorsitzender Jörg Kolb. Lediglich ein Grillfest und das Aufstellen des Christbaums hätten stattgefunden. "Das Johannisfeuer am 25. Mai am Ortsrand ist aber bereits fest terminiert", schaute er in die Zukunft.

Kassier Henry Höhn meldete ein Plus in der Kasse, ein straffes Protokoll über die letzte Jahresversammlung verlas Schriftführer Thomas Müller.

Mit dem Kommandanten Joachim Hübner und dem früheren Vorsitzenden Wolfgang Größl wurden zwei verdiente Wehrleute mit dem staatlichen Ehrenzeichen in Gold für 40-jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Markus Kolb und Frank Pausch erhielten das Ehrenzeichen in Silber für 25 Jahre Dienst.

Stellvertretender Landrat Jörg Kunstmann nannte die vier Männer Vorbilder, die rund um die Uhr einsatzbereit seien. Bürgermeister Harald Hübner zeigte sich stolz auf solch treue Aktive in seiner Gemeinde. "Wenn ihr neue Geräte braucht, wendet euch an die Gemeinde, wir helfen", sagte er.

Über alle Arten der Ausbildungsmöglichkeiten referierte Kreisbrandmeister Thomas Hoffmann. hw