Im Mittelpunkt der Obertrubacher Gemeinderatssitzung stand der Antrag der Gemeinderäte Benjamin Dresel und Benjamin Kirsch (beide Aktive Bürgerliste Geschwand) und von Adolf Zellmann (CSU) zur Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die Freiwillige Feuerwehr Geschwand.

Vor allem das hohe Alter von inzwischen 23 Jahren des aktuellen Tragkraftspritzenfahrzeugs (TSF) mache eine Neuanschaffung notwendig. Auch der Umstand, dass die Feuerwehr Geschwand als sogenannte Atemschutzwehr bisher über kein wasserführendes Fahrzeug verfüge, trage dazu bei, dass die Feuerwehrführung die Anschaffung eines neuen wünschte. Geeignet, so führten die Antragsteller aus, sei aus Sicht der Feuerwehrverantwortlichen in Geschwand ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug (TSF-W) oder ein Mittleres Löschfahrzeug (MLF), wofür mit Kosten in Höhe von rund 200 000 Euro gerechnet werden müsste.

Bedarf auch in Wolfsberg

Bürgermeister Markus Grüner (CSU) erläuterte, dass die Anschaffung neuer Fahrzeuge für die Wehren in Geschwand und Wolfsberg in den nächsten Jahren nötig sei, man jedoch zunächst einen Grundsatzbeschluss fassen wolle und im Folgenden dann gemeinsam mit den Wehren und der Kreisbrandinspektion den Bedarf und die Notwendigkeiten prüfen sollte.

Mehrere Gemeinderatsmitglieder, darunter Stefan Lang (CSU) und Thomas Laitsch (DGH), unterstützten den Wunsch der Geschwander Wehr und rieten, bei der Prüfung auch die Potenziale der benachbarten Feuerwehren zu berücksichtigen. Selbstverständlich müsse die Anschaffung immer auch an den finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde gemessen werden, zumal - wie Ratsmitglied Erich Fiedler (BU) sich erkundigte - der preisliche Unterschied zwischen einem TSF und einem TSF-W doch beträchtlich sei.

Einstimmig wurde beschlossen, grundsätzlich die Notwendigkeit der Beschaffung eines neuen Fahrzeugs für die Feuerwehr Geschwand anzuerkennen. Die Auswahl des Fahrzeugtyps soll im Gemeinderat nach Rücksprache mit den Verantwortlichen der Wehren und der Kreisbrandinspektion erfolgen.

Fliesen-Wiegärtner expandiert

Im weiteren Verlauf befasste sich der Gemeinderat mit der Änderung des Flächennutzungsplans beziehungsweise der Aufstellung des vorhabensbezogenen Bebauungsplans "Gewerbegebiet Bärnfels-Süd". Das Gremium fasste einstimmig den Feststellungs- und Satzungsbeschluss dazu. Die ortsansässige Firma Fliesen-Wiegärtner plant im Süden der Ortschaft Bärnfels in unmittelbarer Nähe des Friedhofs die Errichtung eines neuen Betriebshofs, wofür nun planungsrechtlich die Voraussetzungen geschaffen wurden. Bürgermeister Grüner zeigte sich erfreut, dass das seit rund 40 Jahren in Bärnfels bestehende Familienunternehmen mit über 20 Arbeitsplätzen in der Gemeinde bleiben und am neuen Standort auch weiter expandieren könne.

FFP2-Masken in der Sitzung

Gegen Bebauungspläne von Nachbargemeinden gab es keine Einwände. Im Vorfeld der Sitzung hatte Bürgermeister Markus Grüner die Räte gebeten, nun FFP2- Masken während der Sitzung zu tragen. Die Masken mussten nun auch während der Wortmeldungen aufbehalten werden.