Um einsatzfähig zu bleiben, müssen alle größeren Feuerwehren in ihren Feuerwachen und Gerätehäusern über eine unabhängige Stromversorgung verfügen. "Denn Feuerwehrhäuser sind Bestandteil kritischer Infrastrukturen, bei deren Ausfall oder Beeinträchtigung erhebliche Störungen der öffentlichen Sicherheit eintreten würden, und bedürfen deshalb eines inneren und äußeren Schutzes", heißt es dazu in den gesetzlichen Vorschriften. Denn die Beibehaltung der Funktionsfähigkeit muss auch bei extremen Umweltbedingungen wie Hochwasser, Sturm, Erdbeben, extremen Schnee- und Regenfällen gewährleistet sein. Auch die Freiwillige Feuerwehr Herzogenaurach verfügt über eine unabhängige Stromversorgung, die jetzt erneuert werden muss.

Wie der Bürgermeister in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Donnerstagabend informierte, ist die bisherige Notstromanlage seit dem Jahr 1972 in Betrieb. Der Motor ist mittlerweile undicht und verliert Öl. Eine Reparatur ist nicht mehr möglich, da es für die Steuerung keine Ersatzteile mehr gibt. Deshalb kann nicht gewährleistet werden, dass die Notstromversorgung im Ernstfall funktionstüchtig ist.

Für die Bereitstellung einer ausreichenden und sicheren Notstromversorgung muss eine neue Anlage installiert werden. Die Notstromversorgung besteht aus dem Generator und einem Schaltschrank. Für die Montage der Anlage im Untergeschoss des Feuerwehrhauses ist die Herstellung einer Einbringöffnung in der Außenwand erforderlich. Die beantragten Mittel in Höhe von rund 60 000 Euro beziehen sich auf die Errichtung der gesamten Anlage. Die außerplanmäßigen Mittel werden aus den Hochbaumaßnahmen zur Verfügung gestellt.