Ein Versprechen gab den Ausschlag, einen Versuch war es auf jeden Fall wert, und daraus entstand ein wahres Fest mit Freunden: Mit solch einem Erfolg des "Singens an einem Sommerabend" im vollbesetzten Hof der Alten Schule hatten wohl nicht einmal die Verantwortlichen des Gesangvereins Beiersdorf gerechnet. Die Gastchöre sangen begeistert mit, und das Publikum lauschte andächtig den Weisen vor der Kulisse von Schloss Callenberg.
Nicht umsonst hieß diese erste Veranstaltung ihrer Art "Singen an einem Sommerabend" in Anlehnung an die "Lieder auf Banz", die in jedem Jahr tausende Besucher anlocken. Das Programm umfasste entsprechend traditionelle Weisen wie "Am Brunnen vor dem Tore" oder "Bajazzo" ebenso wie Evergreens wie "Rote Lippen soll man küssen" oder "Die kleine Kneipe".
Mächtig ins Zeug legten sich die beteiligten Chöre des Gesangvereins Beiersdorf (Leitung Werner Knoch), des Gesangvereins Gellershausen (Leitung Wilfried Steinert), des Liederkranzes Beuerfeld (Leitung Arno Seifert) und des Liederkranzes Großwalbur (Leitung Werner Knoch). Trotz der nicht immer üppigen Besetzung zogen die Sängerinnen und Sänger das Publikum in ihren Bann.
Ein besonderes Lob der souveränen Moderatorin Pia Keller galt dabei den Sängern des Beuerfelder Männerchores Liederkranz. Nicht wegen ihres einen Liedtitels "Männer mag man eben", sondern weil sie eben trotz der an diesem Sommerabend minimalen Besetzung von gerade acht Stimmen ihren Auftritt wagten und dabei noch brillierten.


Landwirte mussten passen

Dem schönen Wetter an dem Abend war es nämlich geschuldet, dass einige Sangesbrüder - Landwirte allesamt - auf dem Feld arbeiten mussten, statt beim Singen vor der Kulisse Schloss Callenbergs dabei sein zu können. Es war aber bestimmt nicht das letzte Mal, dass die Beiersdorfer und ihre Gäste das "Singen an einem Sommerabend" genießen durften.