VON Ekkehard Roepert

Wohin ist das Geld verschwunden? Das fragte gestern ein Arbeiter aus der 70-köpfigen Belegschaft des Feag-Werkes. Angeblich hat der Forchheimer Standort, der nun geschlossen wird, in diesem Jahr eine Million Euro Verlust gemacht.
Die Arbeiter, die gestern vor dem Werk protestierten, glauben das nicht. Sie vermuten, dass die Verluste vorgeschoben sind, um den Sozialplan nicht finanzieren zu müssen.
Die Situation ist so absurd, wie der kurze Dialog, der sich zwischen einem Arbeiter und Stephan Sartoris, dem Anwalt der Arbeiter entspann.
"Und was jetzt?"
"Scheiße ist jetzt."
"Den Karren in den Dreck fahren kann jeder."
"Du hast Recht," stimmt der Anwalt zu.
"Das nützt mir wenig."
"Auch da hast du Recht."