"Nanu, der Militärische Abschirmdienst MAD in der Fränkischen Schweiz und dazu noch vor einem Gasthof in Muggendorf", dachte sich ein Besucher, als er neben diesem Fahrzeug parkte und sich auf eine Brotzeit freute. Unüblich für einen Franken, der gewöhnlich seinen Tisch für sich alleine haben möchte, klopfte er mangels fehlender Plätze bei einem halb besetzten Tisch an und fragte das Paar, ob er dazukommen könne. Im oberbayerischen Dialekt und sehr freundlich kam die Aufforderung: "Setz' di' nieder." Und man kam gleich gut ins Gespräch. "Schaud amol, do stehd der MAD, wos sucht denn der hier in der Frängischen", sagte der Franke augenzwinkernd zu dem Ehepaar. "Ja, das ist unser Auto - aber auf den Gedanken zum MAD sind wir gar nicht gekommen", antwortete der Mitsechziger. Dass es Münchner waren, das war klar, und dass das "AD" seine Namens-Initialen sind, erfuhr der Franke dann auch recht schnell. Was ihn dann mehr überraschte, war, dass die Münchner jedes Jahr einmal in die Fränkische kommen und hier eine Woche Urlaub machen, obwohl sie im Münchner Umland doch so viel geboten bekommen. Und das erklärten die Landeshauptstädtler so: "Die Fränkische Schweiz bietet eine Landschaft mit bezaubernder Schönheit . Für eine stille Einkehr und um neue Kraft zu tanken." Und die Frau schob nach: "Das ist eine Glücksregion und Ihr nehmt sie gar nicht so wahr, oder?"