Schon Albert Einstein verwies mit seiner Relativitätstheorie darauf, dass die Zeit in unserem Universum - an verschiedenen Orten gemessen - unterschiedlich schnell vergehen soll. Ein Gast einer Geburtstagsfeier in einem kleinen Örtchen im Trubachtal lieferte abends ein eindrucksvolles Beispiel aus der Praxis, dass die Zeitsprünge in der Fränkischen Schweiz wohl sogar Kalenderformat erreichen. Er überreichte dem 48-jährigen männlichen Jubilar, der bereits reichlich atypische Geschenke in flüssiger und fester Form auf dem Gabentisch hatte, neben einem guten Tropfen Wein noch einen Weihnachtsmann zum Naschen. Und das genau einen Monat nach dem Zweiten Weihnachtsfeiertag, fast acht Wochen nach Nikolaus. Doch nicht die reichliche Verspätung der süßen und sicherlich noch genießbaren Gabe war der Grund, weshalb der Beschenkte - ein leidenschaftlicher Club-Fan - den Schokoladenmann nur widerwillig annahm ("Den fass ich ned an!") - er hatte mit dem FC Bayern schlichtweg das falsche Wappen auf dem roten Umhang.