Im Gasthaus "Stad'l" in Ebern trafen sich die Mitglieder des FDP-Kreisverbands zu einer Versammlung, in der Vorsitzende Katrin Hiernickel einen Bericht zum zurückliegenden Geschäftsjahr gab.
In einer aktuellen Diskussion zum Thema "Windräder" legte der Forstamtsrat a. D. Eberhard Ponader, Unterpreppach, seine Meinung dar: Für die Errichtung der geplanten vier 230 Meter hohen Windrad-Riesen auf dem Tonberg bei Kirchlauter müssten, wie er sagte, sehr breite Zufahrts-Trassen geschaffen und pro Windrad große Kahlschläge in den Wald gehauen werden. Dies würde eine "erhebliche Schädigung des rund 3000 Hektar großen Haßwald- Komplexes" bedeuten.
Ponader betonte: "Wenn dem Gebiet des Steigerwaldes zugestanden wird, frei von Windrädern zu bleiben, dann sollte auch das Gebiet des Haßberg-Hauptkammes gleich behandelt werden." Dabei sei auch zu berücksichtigen, dass von den Kirchlauterer und Goggelgereuther Bürgern die Windenergie-Anlage in nur wenig mehr als einem Kilometer Entfernung mehrheitlich abgelehnt wird.
Ein weiterer Ausschluss-Grund für die Windenergieanlage auf dem Tonberg wurde genannt: Seit etwa zehn Jahren hat sich in den Haßbergen eine neue Wildkatzen-Population etabliert. Deren Zentrum liege im Haßwald-Nord und -Süd und somit auch im Bereich Tonberg. Diese Population würde durch die Eingriffe in den Wald und den Betrieb der Windräder erheblich gestört, argumentierten die FDP-Politiker.


Überregional aktiv

Der Kreisverband war auf Bezirks- und Landesparteitagen vertreten. Darüber wurde ebenfalls berichtet. Ausschussarbeiten im Landesverband leisten, wie es in einem Bericht der Liberalen heißt, die Haßfurterin Katrin Hiernickel als stellvertretende Vorsitzende im Landesfachausschuss Bildung und Alfred Neugebauer aus Rentweinsdorf als Leiter des Katholisch-Liberalen Arbeitskreises in Bayern und als stellvertretender Vorsitzender des Bundesfachausschusses Kirche, Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften. Die Ergebnisse der Landesfachausschusses fließen regelmäßig als Antragsgrundlage in die Beschlüsse der Landesparteitage ein.
Für das kommende Jahr sollen den Angaben zufolge neben den regelmäßigen Zusammenkünften im Vorstand und mit den Mandatsträgern einige Aktivitäten die Basisarbeit stärken. So soll am 17. September ein Rhetorik-Seminar organisiert werden. Im Herbst soll das Grenzlandmuseum Streufdorf (Thüringen) mit Mitgliedern aus dem FDP-Kreisverband Hildburghausen besucht werden.
Geschäftsführer Alfred Neugebauer gab den Schatzmeisterbericht und verwies auf eine konstante Mitgliederzahl.
Die nächste Vorstandssitzung des FDP-Kreisverbandes Haßberge wird in Kirchlauter stattfinden, um sich vor Ort zu informieren. ng