Die Fachklinik in Hutschdorf baut ihr Therapie-Angebot aus. Dies hat zur Folge, dass sich der Thurnauer Marktgemeinderat am Montagabend mit einem Bauvorhaben der besonderen Art beschäftigen musste: Unterhalb der Klinik für suchtkranken Frauen soll eine Stallung mit Gehege für Ponys und Alpaccas "zur tiergestützten Therapie in der Suchtrehabilitation" entstehen.

"Ich bin sehr froh, dass sich die Rehabilitation weiterentwickelt. Sicherlich ist diese Methode auf die Zukunft ausgerichtet", merkte Veit Pöhlmann (FDP) an, der keine öffentlich-rechtlichen und auch keine Nachbarschaftsbelange beeinträchtigt sah. Dennoch habe es im Vorfeld Unruhe im Ort gegeben. "Ich finde es störend, dass Klinik und Anlieger nicht gut miteinander umgehen. Das sollte besser werden", so Pöhlmann.

Harald Unger (FW) merkte an, dass auf dem Plan nur ein kleiner Koppelbereich mit einem Zaun umgeben ist: "Wenn das ganze Grundstück umzäumt werden soll, dann muss dies gesondert beantragt werden."

Jürgen Kieslich (CSU) hätte sich "Pilotprojekt" gewünscht, um zu sehen, wie die Emissionen sind. "Wenn diese überschritten werden sollten, dann schreitet das Landratsamt ein", erwiderte Verwaltungsleiter Benjamin Wich. Schließlich stimmten die Räte einhellig dem Bauantrag zu.

Keine Einwände hatten die Mitglieder des Marktgemeinderats gegen den Bauantrag von Juliane und Matthias Jersch auf Anbau einer Terrassenüberdachung in Thurnau und gegen die Bauvoranfrage von Michael Schwarz auf Neubau eines Einfamilienwohnhauses mit Garage und Carport in Trumsdorf. Zwar müsse dort ein überlanger Hausanschluss gebaut werden. Doch die Kosten trage der Bauherr, betonte Bürgermeister Martin Bernreuther (CSU).

Auch für das Vorhaben von Nadine Nauen auf Anbau einer Balkonanlage mit einem Spindeltreppenabgang in den Garten in Felkendorf erteilten die Räte das gemeindliche Einvernehmen.