Es ist ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Europastadt: Oberbürgermeister Frank Rebhan und Stadtratsmitglied Wolfram Salzer konnten bei einem Festakt im Palais des Europarates in Straßburg das Europadiplom entgegennehmen. Acht Städte in Italien, Spanien und Deutschland erhielten das Zertifikat, das es nur dann gibt, wenn eine Kommune sich nachhaltig und auf vielen Ebenen um den Europagedanken bemüht.

Neustadt kann Schüleraustauschprogramme vorweisen, die Mitarbeit in der Arbeitsgemeinschaft "Neustadt in Europa" und vor allem die über 40 Jahre Partnerschaft mit Villeneuve-sur-Lot. Deshalb hat der Ausschuss für Soziales, Gesundheit und nachhaltige Entwicklung der Parlamentarischen Versammlung der Europäischen Union Neustadt das Europadiplom verliehen.

"Es war eine wirkliche Freude und tiefe Genugtuung, mit gleichgesinnten Vertretern aus Kommunen in Latium, Venetien aus Italien, Katalonien in Spanien, Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern in Deutschland (...) diese Auszeichnung entgegenzunehmen", postete Wolfram Salzer hinterher auf Facebook.

Das Europadiplom ist die niedrigste Stufe des Europapreises, den der Europäische Rat an Kommunen verleihen kann. In den Statuten heißt es: "Ein Europadiplom wird denjenigen Gemeinden verliehen, deren europäische Leistungen zwar anerkannt werden, doch deren Bewerbung für die Verleihung der Ehrenfahne noch verhältnismäßig neu ist."

Die nächsten Stufen heißen Ehrenfahne und Ehrenplakette. 2016 hat die Stadt Coburg die Ehrenplakette erhalten. "Europastadt" nennt sich Coburg aber schon seit 2005. Nur wer Ehrenfahne und Ehrenplakette vorweisen kann, hat überhaupt Chancen auf den Europapreis. Dieses Jahr ging die Auszeichnung an die nordspanische Stadt Donostia-San Sebastian. Es wurden aber auch schon Städte ausgezeichnet, die nicht in der EU liegen, wie Lausanne (Schweiz) oder Ankara. sb