"Es ist ganz toll, dass ihr uns in so ungewöhnlichen Zeiten zurückerinnert an die normale Situation in der Schule, als man nämlich auch an Wettbewerben teilgenommen hat", begann die Schulleiterin Renate Leive am Kaspar-Zeuß-Gymnasium die Preisverleihung an vier junge Künstlerinnen laut einer Pressemitteilung.

Die beiden Neuntklässlerinnen Luisa Fößel und Franziska Renk sowie die Abiturientinnen Kaya Gajewski und Nadia Ajeli-Kargar konnten sich über hochkarätige Preise des europäischen Wettbewerbs freuen. Gerade der europäische Wettbewerb zeichnet sich durch eine große Bandbreite an Themen aus und bietet dadurch unzählige Möglichkeiten der Beteiligung.

"EUnited - Europa verbindet"

Mit dem Ziel, Kreativität und Europakompetenz zu fördern, stand der 67. Europäische Wettbewerb unter dem Thema "EUnited - Europa verbindet". Zugeschnitten auf vier Altersgruppen stehen jedes Jahr zwölf Themen zur Auswahl. Als ältester Schülerwettbewerb in Deutschland ist es das Ziel, Europa in die Klassenzimmer zu bringen. Unter über 75 000 Teilnehmenden waren in diesem Jahr auch vier Schülerinnen des KZG sehr erfolgreich.

Christoph Dümlein, der betreuende Kunstlehrer, stellte die Themen der Schülerinnen vor. "Aus drei möglichen Themen war es das Thema Umwelt, das Franziska und Luisa am meisten ansprach. Ohne dass es vorgegeben war, hatten sie hier den besten Zugang dazu."

Luisa erklärt ihr Kunstwerk folgendermaßen: "Ich habe eine Wiese gemalt, auf der man ganz viele abgeholzte Bäume und nur einen richtigen Baum sehen kann. Und an diesem Baum hängen ganz viele Affen, ein Ast ist sogar bis auf die Erde nach unten gebogen. Es soll eben zeigen, dass es kaum noch Platz für die Natur und die Tiere gibt."

Franziska arbeitete im Stil Keith Harings. Seine bekannten Männchen hat sie in den Kontext eines Müllautos übertragen. "Die Männchen hängen an einem Müllauto, in dem schon viele Möbel sind. Es ging mir darum, dass man immer wieder neue Möbel kauft, ohne sie eigentlich zu brauchen", erklärt sie ihre Absicht.

Die beiden Abiturientinnen belegten Kunst in der Oberstufe und hatten dabei ein Semester lang Architektur als Schwerpunktthema. In diesem Rahmen sind ihre Wettbewerbsbeiträge entstanden. "Es ging darum, Vorstellungen für ein europäisches Haus zu entwickeln. Die Idee von Europa sollte in einer Architekturform umgesetzt werden", erklärt Christoph Dümlein. So entstand beispielsweise ein Modell, in dem viele einzelne Zellen verbunden sind. "Das Thema Architektur hat mir sehr viel Spaß gemacht", beurteilt Nadia ihre Arbeit am Modell.

Franziska Renk und Luisa Fößel erhielten tolle Landespreise, die mit Gutscheinen verbunden sind. Kaya Gajewski war sogar auf Bundesebene erfolgreich und wurde mit einem Gutschein und einem Geldpreis belohnt. Nadia Ajeli-Kargar gewann auf Bundesebene einen Geldpreis und eine Reise. "Wir sind sehr, sehr stolz auf euch", so Renate Leive. Als Ausdruck der Anerkennung erhielten die Preisträgerinnen neben den Urkunden des Bundespräsidenten eine KZG-Tasse. red