"WLAN - Warum lieber anders? Weil es gesünder ist" - unter diesem Motto hatte die Initiative "Mensch und Mobilfunk: Aufklärung und Fürsorge" zu einer Infoveranstaltung nach Mainleus eingeladen. Die beiden Referenten Jürgen Ramming, Baubiologe und Energieberater, und Alexander Kaiser, Biologe und Naturwissenschaftslehrer, informierten sachlich und allgemeinverständlich über Mobilfunkstrahlung und ihre gesundheitsschädigende Wirkung und gaben praktische Tipps zu einem gesundheitsbewussten Umgang mit Mobilfunk, Smartphones und Co..

Mit dem Ausbau des Mobilfunks nahm die künstliche elektromagnetische Strahlung explosionsartig zu. Und damit auch - belegt durch zahlreiche wissenschaftliche Studien - Kopfschmerzen, Burnout, Depressionen, Konzentrationsstörungen, bestimmte Krebsarten, Demenzerkrankungen, Elektrohypersensibilität, Baumschäden und Insektensterben, so die Referenten. Alexander Kaiser wies darauf hin, dass das vor allem damit zusammenhängen kann, dass diese unnatürliche Strahlung in schnellen Pulsen ausgesendet wird, die ganz besonders problematisch für die Zellen aller Lebewesen seien. Studien belegten sogar, dass Spermien und Embryonen geschädigt werden können, was besonders Jugendliche wissen sollten, bevor sie ihr Smartphone angeschaltet in die Hosentasche stecken.

Besonders beeindruckt waren die Teilnehmer, als ein Messgerät die künstliche gepulste Funkstrahlung von Smartphone und WLAN-Router hörbar machte. Und sie erfuhren, dass die meisten Geräte weiter funken, auch wenn man sie nicht benutzt. Jürgen Ramming zeigte den Zuhörern dann, wie es auch "ohne" geht. Am Smartphone WLAN, Bluetooth und mobile Daten ausschalten, LAN-Kabel in den Laptop und in den WLAN-Router stecken (mit Adapter geht das auch am Smartphone oder am Tablet), WLAN am Router ausschalten, Schnurtelefone benutzen - und schon habe man eine funkfreie, gesunde, sichere und schnelle Verbindung.

Brigitte Lauterbach aus Mainleus, stellte für sich fest: "Wir müssen diese sinnvollen Anregungen nur in die Tat umsetzen, damit wir die Technik besser beherrschen und nicht die Technik uns."

Ramming und Kaiser erklärten sich bereit, Jugendgruppen, gemeinnützige Organisationen, Schulen, Vereine, Gemeinderäte oder Stadträte kostenlos zu informieren. Am 18. März um 19 Uhr lädt Jürgen Ramming an der Waldorfschule Wernstein zum nächsten Infoabend "Praktische Tipps zum neuen und gesunden Umgang mit Smartphone, WLAN und Co." ein. red