Die evangelische Kirchengemeinde Marktschorgast lädt zum Erntedankfest am Sonntag, 4. Oktober, 10 Uhr, in den Hof der Familie Greim, Gefreeser Straße 4, ein. Zahlreiche Gemeinden werden das Erntedankfest feiern, das zwar kein offizielles kirchliches Fest ist, sich aber großer Beliebtheit erfreut. Der Dank für die Ernte ist Bestandteil wohl aller Religionen, die im Ertrag ihrer Felder auch ein Geschenk Gottes sehen. Biolandwirt Michael Greim aus Marktschorgast: "Ich bin zufrieden und sehr dankbar was wir geerntet haben."

Beim Blick auf seine Arbeit erzählt Greim: "Dieses Jahr war wieder ein sehr trockenes. Es hat jedoch immer gerade so viel geregnet, dass die Pflanzen wachsen konnten. Für die tieferen Bodenschichten und vor allem für unseren Wald war es viel zu wenig. Der Frost im Frühjahr hat dem Wintergetreide sehr geschadet. Hier war der Ertrag sehr dürftig." Dagegen sei der Sommeranbau von Hafer und Sommergerste mit dem wenigen Wasser erstaunlich gut zurechtgekommen. Hier habe es auch eine gute Ernte gegeben. Auch Gras und Silage waren Greim zufolge ganz in Ordnung. "Vor allem unsere Luzerne und Klee waren für die Kühe ein sicheres Futter. Es blühte auf 33 Hektar das ganze Jahr über. Das freute auch die Insekten".

Jetzt hat der Bauer schon wieder für das nächste Jahr zu sorgen. Er braucht eine Menge Organisationstalent, um alle Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. "Auf dem Feld am Fallser Berg", so Greim, "haben wir Roggen gesät. Er ist eine extensive Frucht und kommt mit unseren schlechteren Bodenverhältnissen und wenig Düngung zurecht."

Der große Vorteil vom Roggen liege darin, dass er die Frühjahrstrockenheit gut wegsteckt und viel Stroh liefert, das im Stall benötigt wird. Die Körner werden an eine Biomühle oder an eine Mälzerei verkauft. Außerdem müsse noch gepflügt und Dinkel und Weizen gesät werden. Das Futter für die Angusrinder dagegen sei so gut wie abgeerntet. Der Mais muss noch gehäckselt werden. Greim: "Dann wird es etwas ruhiger, um nicht zu sagen gemütlicher, denn zu tun gibt es jeden Tag".

Bei dem Gottesdienst zum Erntedankfest soll der Dank an diejenigen zum Ausdruck gebracht werden, die die Ernte einbringen und achtsam mit den Gütern der Erde umgehen.

Mesnerin Marga Greim wird in die Form eines Rades verschiedene Körner füllen und um einen provisorischen Altar Erntegaben aufbauen. Eine Erntekrone wird nicht fehlen. Prei