von unserer Mitarbeiterin Heike Schülein

Steinberg — Ein Einödhof im Remschlitztal, kurz nach dem Ersten Weltkrieg: die Zeiten sind schlecht, das Geld knapp - auch für die Leiten-Bauersleute, die hier mit ihren zwei Töchtern wohnen. In dieser so schwierigen Zeit spielt das Schauspiel "Hinterm Schlehdorn" von Andreas Bauer. Es ist keine Komödie, wie man sie vielleicht von der Theatergruppe Steinberg erwartet, sondern ein Schauspiel in drei Akten - außergewöhnlich und eine große Herausforderung.
Es geht um eine Bauernfamilie und um die Geschichte einer unglücklichen Liebe. Natürlich wird es auch einiges zu lachen geben. Aber eben auch Szenen zum Nachdenken und Hineinversetzen in eine Zeit, in der ein Stück Vieh so viel Wert hatte, dass ganze Existenzen daran hingen. "Der "Bauern Andres" hat den Leuten auf den Mund geschaut. Er hat diese Jahre als junger Mensch miterlebt und uns durch seine Stücke einen Einblick in diese Zeit erhalten - auch um den nachfolgenden Generationen zu zeigen, wie arm die Leute in dieser Zeit waren", betonen Michael Hammer, Norbert Schülein und Gertrud Schubert, die beim Theaterstück für die Regie und Organisation verantwortlich zeichnen. Zum 50. Todestag vom "Bauern Andres" 2014 wollte sie bewusst keines seiner Stücke, bei denen man immer nur lachen kann, spielen. Schon 1963 wurde das Stück aufgeführt. Der Erlös kommt traditionell einem wohltätigen Zweck zugute.