Die im Vergleich mit anderen Ländern in Deutschland und Bayern relativ guten Ergebnisse bei der Bewältigung des neuen Coronavirus seien Beweis dafür, dass die von der Bundesregierung und der Landesregierung eingeleiteten Maßnahmen prinzipiell richtig sind. "Die allermeisten Menschen sehen das auch so", meinten Wahlkreisabgeordneter Stefan Müller und Stimmkreisabgeordneter Joachim Herrmann bei einem nach langer Zeit wieder ersten größeren öffentlichen Auftritt der Erlanger CSU im Biergarten des Kosbacher Stadls unter strenger Beachtung aller Corona-Auflagen.

Stefan Müller, Parlamentarischer Geschäftsführer der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, nannte die Ziele des "größten Solidaritätspakets seit der Wiedervereinigung": die Gesundheit der Menschen schützen, die wirtschaftlichen Folgen abfedern und gemeinsam in der Europäischen Union einerseits die Krise bewältigen und andererseits Vorsorge für die Zukunft treffen. "Die medizinischen, wirtschaftlichen und finanziellen Folgen von Corona sind eine große Herausforderung", so Müller in einer Pressemitteilung der CSU. Die enormen Kosten von deutlich mehr als einer Billion Euro und etwa 115 Milliarden Neuverschuldung beim Bund könnten nur deshalb getragen werden, weil in den letzten Jahren solide gewirtschaftet worden sei. Jetzt brauche es jetzt aber einen "Schuldentilgungsplan". Auch wenn die Politik nicht alle Unternehmen und Arbeitsplätze retten könne, könne die Krise als Herausforderung für neue Chancen und Jobs genutzt werden. Müller: "Corona ist ein Beschleuniger des notwendigen Umbruchs", und Aufgabe der Politik sei es, "wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für neue Technologien und den Schutz des Klimas zu schaffen". Er bat darum, "sich offen für Neues zu zeigen und bei Veränderungen nicht nur Risiken zu sehen".

Am 6. September, dem 105. Jahrestag des Geburtstages von Franz Josef Strauß, meinte der Bayerische Staatsminister des Innern, für Sport und Integration, Joachim Herrmann, dass der Freistaat Bayern dabei sei, die Krise unter Führung von Ministerpräsident Markus Söder gut zu meistern.

Himbeerpalast wird umgebaut

Wie Müller richtete auch er den Blick in die Zukunft und freute sich beispielsweise darüber, dass kürzlich das Richtfest für das Erlanger "Centre for Astroparticle Physics" auf dem Südgelände der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) gefeiert werden konnte. Mit Investitionen von fast 40 Millionen Euro würden optimale Arbeitsbedingungen auf dem zukunftsweisenden Forschungsfeld der Astroteilchenphysik geschaffen, "ein für den gesamten Wissenschaftsstandort Bayern herausragendes Aushängeschild".

Inzwischen sei auch der Bauantrag der FAU für die Sanierung und den Umbau eines früheren Siemens-Verwaltungsgebäudes, des sogenannten Himbeerpalastes, genehmigt. Hier würden in den nächsten Jahren 100 Millionen Euro vom Freistaat investiert, um für die Philosophische Fakultät einen neuen Standort zu schaffen. Und rund 140 Millionen Euro stelle Bayern bereit, um einen Neubau für die Grund- und Mittelschullehrerbildung im Nürnberger Norden zu errichten. "Alles Investitionen in die Zukunft", so Herrmann, "und zwar nicht nur für die Region, sondern für einen weltweiten Spitzenplatz Bayerns bei der Forschung in Medizin und Spitzentechnologien."

Mit einem kurzen Blick auf die im Herbst nächsten Jahres anstehende Bundestagswahl waren sich Herrmann und Müller unter dem Applaus des Publikums einig: Es gelte, ein wie auch immer geartetes linkes Bündnis zu verhindern. "Deutschland ging es immer dann am besten, wenn CDU und CSU regierten." red