In der Region Main-Rhön setzte die Herbstbelebung am Arbeitsmarkt ein. Die Zahl der Arbeitslosen ist im Vergleich zum Vormonat um 235 bzw. 2,9 Prozent gesunken. Insgesamt waren im September in der Region Main-Rhön 7811 Menschen arbeitslos. Die Arbeitslosenquote ging um 0,1 Prozentpunkte, auf 3,1 Prozent, zurück. Im Landkreis Bad Kissingen waren 1751 Menschen ohne Job, die Quote liegt bei 3,0 Prozent (minus 0,2 im Vergleich zum Vormonat).

"Die Arbeitslosigkeit sowie die Inanspruchnahme der Kurzarbeit sinken sukzessive, die Arbeitskräftenachfrage der Betriebe in der Region Main-Rhön zieht weiter an. Wir erkennen deutliche Nachholeffekte auf dem regionalen Arbeitsmarkt. Außerdem konnten deutlich mehr Arbeitslose eine neue Beschäftigung finden als im September 2019. Der Fachkräftebedarf der Unternehmen, eines der dominierenden Themen vor der Krise, tritt wieder mehr in den Vordergrund", erläutert Thomas Stelzer, der Leiter der Agentur für Arbeit Schweinfurt.

Im September war einiges an Bewegung am Arbeitsmarkt zu erkennen. Dies spiegelte sich im Zugang aus Beschäftigung und bei den Arbeitsaufnahmen wider. So meldeten sich 909 Menschen in die Erwerbstätigkeit ab, während sich 916 Personen arbeitslos meldeten.

Auch im Vergleich zum Vorjahr sind, mit einem Minus von 1456 Personen (minus 15,7 Prozent), deutlich weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Allerdings war auch der September 2020 noch stark von der Corona-Krise geprägt. Damals waren 9267 Menschen arbeitslos. Die Quote lag bei 3,7 Prozent.

Weniger Kurzarbeit

Erfreulicherweise sanken dem Bericht der Agentur zufolge die Anzeigen zur Kurzarbeit erneut. Im Vergleich zum Vormonat mit 1145 Betrieben, gab es einen Rückgang der Anzeigen auf Kurzarbeit auf 926 Betriebe. Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der Arbeitnehmer von 15 576 auf 12 909. Dies bedeutete, dass nur noch für 7,3 Prozent der 177 290 Sozialversicherungsbeschäftigten in der Region Main-Rhön Kurzarbeit angemeldet wurde. Im Vormonat waren es noch 8,3 Prozent aller Sozialversicherungsbeschäftigten im Agenturbezirk Schweinfurt, für die Kurzarbeit angezeigt wurde. "Die Kurzarbeit wirkt nach wie vor und stabilisiert den Arbeitsmarkt, indem Beschäftigung erhalten bleibt und Arbeitslosigkeit verhindert wird. Das Arbeitsmarktinstrument Kurzarbeitergeld ist auch deshalb so wirksam, da es sich aufgrund der hohen Flexibilität den unterschiedlichen Auftragssituationen schnell anpassen kann. Der erfreuliche Rückgang der Anzeigen von Kurzarbeit in unserer Region würde noch deutlich stärker ausfallen, wenn nicht in einigen Branchen noch coronabedingte Hygienevorschriften, zu Einschränkungen des Betriebsablaufs führen würden. So sahen sich mehrere regionale Betriebe, vor allem in den Branchen Einzelhandel, Hotel- und Gaststättengewerbe, Kunst und Kultur sowie das Friseurhandwerk inklusive der körpernahen Dienstleistungen und Branchen, welche direkt im Zusammenhang mit dem Tourismus oder Großveranstaltungen stehen, gezwungen, Kurzarbeit anzuzeigen", berichtet Stelzer.

Eine Anzeige auf Kurzarbeit wird oft auch vorsorglich gestellt. Daraus lässt sich nicht exakt schließen, wie viele Beschäftigte am Ende tatsächlich und in welchem Stundenumfang kurzarbeiten werden. Diese Angaben der Betriebe liegen erst mit Zeitverzögerung vor. Aktuelle Hochrechnungen der amtlichen Statistik der Bundesagentur für Arbeit zur realisierten Kurzarbeit in der Region liegen bis zum Mai 2021 vor. Demnach wurde im Mai für 1776 Betriebe und 10 918 Beschäftigte Kurzarbeitergeld abgerechnet. Im Vergleich zum Vormonat war dies ein Rückgang von 72 Betrieben, verbunden mit einem deutlichen Rückgang von 892 betroffenen Arbeitnehmern. Die Kurzarbeiterquote lag im Mai 2021 über alle Branchen hinweg bei 6,2 Prozent. Dies entsprach dem niedrigsten Wert seit Beginn der Pandemie im März 2020. Zu Beginn der Pandemie lag die Quote bei 6,8 Prozent. Den Höchststand war im Mai 2020 mit 21,6 Prozent. red