Es gibt ihn seit über 30 Jahren, er hat 84 Mitglieder und ist im Gemeindeleben fest etabliert: der Verein für kirchliche Kinder- und Jugendarbeit (VKKJ) Neudrossenfeld. Bei der Jahresversammlung in der Markgrafenkirche machte Vorsitzender Hans Reinhard Hermsdörfer deutlich, wie gut man harmoniere, dank der Tätigkeit des Jugendreferenten Matthias Hoffmann, "der seit bereits neun Jahren das Sagen im Nachwuchsbereich hat". Dieser finde in Neudrossenfeld ein breites Wirkungsfeld vor. Hermsdörfer: "Ich wünsche mir, dass auch in Zukunft eine so erfolgreiche Jugendarbeit fortgesetzt werden kann."

Um neue Mitglieder geworben

In seinem coronabedingt stark abgespeckten Rückblick beleuchtete der Vorsitzende nochmals das nach seiner Meinung großartig gelungene Musical "Auf der Suche" anlässlich des Straßenfestes 2019. "Heuer musste erstmals seit Jahrzehnten wegen des allgemeinen Festverbots ein solches Event abgesagt werden." Das Jahr 2020 sei dann durch die Pandemie eine Katastrophe für öffentliche Auftritte gewesen".

Hermsdörfer warb um neue Mitglieder. Mit einer Mitgliedschaft im VKKJ tue man etwas für einen guten Zweck.

Umfang- und abwechslungsreich seien die Aktionen in der Vergangenheit gewesen, fasste Jugendreferent Matthias Hoffmann in einer Powerpoint-Präsentation zusammen. Die Palette reichte von Workshops, Andachten, Zeltlagern und Wanderungen bis zu Jungscharlagern und dem Gottesdienst "Jesus to go". Besonders beliebt seien die Gesprächsrunden mit Musik im Felsenkeller des Pfarrhauses und die Ferienwoche in Norwegen gewesen.

Vor großen Herausforderungen

"Wir betreuen etwa 300 Kinder und Jugendliche aus dem ganzen Gemeindegebiet und der weiteren Umgebung in unterschiedlichen Gruppen", brachte Hoffmann die Dimensionen zum Ausdruck. Und er fügte an, dass man wegen Corona vor großen Herausforderungen stehe, denn in den Herbstferien seien wieder Aktionen geplant.

Zusätzliche Einnahmequelle

Zu den bisherigen Aussagen passte auch der Kassenbericht von Gert Kolb, der eine gesunde finanzielle Bilanz auswies: "Wir mussten nur eine kleine Abschmelzung des Vereinsvermögens verkraften." Er stellte unter dem Motto "Bildungsspender" eine kleine zusätzliche Einnahmequelle für den VKKJ über Onlineshopping vor. Wer diese Art des Einkaufens wählt, habe die Möglichkeit, über bestimmte Firmen ein gutes Werk zu tun: Man brauche nur kenntlich zu machen, dass der VKKJ vom Kauf partizipieren soll. Etwa fünf bis sechs Prozent des Einkaufspreises gingen dann ohne Mehrkosten für den Käufer an den Verein (siehe www.bildungsspender.de/vkkj).

"Die Jugend ist im VKKJ gut aufgehoben und der Verein ein maßgebliches Standbein der Nachwuchsarbeit auf gemeindlicher Ebene", sagte Bürgermeister Harald Hübner. hw