Wanderer und Radler auf der "Extratour", des Rhönklubwegs zur Kissinger Hütte und des Rhönrundwegs Nummer 12 werden sich freuen, wenn sie im Bereich Waldfenster von schlechtem Wetter überrascht werden. Jetzt können sie in der kürzlich fertiggestellten Schutzhütte am Waldrand Richtung Platz wieder Unterschlupf finden. Doch auch bei schönem Wetter lädt die Hütte zu einer Rast ein, nicht zuletzt, um nebenbei den grandiosen Weitblick zu genießen. Mit vereinten Kräften - Gemeinde Burkardroth und Allianz Kissinger Bogen monetär, Waldfenster mit Manpower - wurde das Projekt termingerecht umgesetzt.

Heinrich Schlereth vom Waldfensterer Fremdenverkehrsverein gebühre das größte Lob, sagte Bürgermeister Daniel Wehner bei der Eröffnung. Er habe das rund 15.400 Euro teure Projekt "angezettelt". Umgesetzt wurde es mit dem Regionalbudget der Allianz Kissinger Bogen, die den Bau mit 9233 Euro förderte. Im Mai dieses Jahres wurde die alte Hütte abgerissen. Im Juli begannen die Waldfensterer mit dem Aufbau der neuen. Am gleichen Standort befand sich bereits eine Wetterschutzhütte, die 1998 errichtet und im Lauf der Jahre marode geworden war. Wie Heinrich Schlereth sagte, habe er schon mehrere Anläufe unternommen und sei überrascht gewesen, dass man heuer über die Allianz noch zum Zug gekommen sei.

Bei der Wetterschutzhütte handelte es sich um ein gemeindeübergreifendes Projekt mit touristischen Aspekten, sagte Stephanie Kunder. Für die Weiterentwicklung stehen im Regionalbudget der Allianz jährlich 100.000 Euro (vom Amt für ländliche Entwicklung) zur Verfügung. Eingereichte Projekte werden mit maximal 80 Prozent, höchstens jedoch 10.000 Euro, gefördert. Die Managerin bat um viele Bewerbungen, die bis zum 31. Januar 2023 eingereicht werden und bis 20. September umgesetzt sein müssen.

Liebhaber der Schnitzeljagd (Geocaching) kommen auch auf ihre Kosten. Auf dem Areal der Wetterschutzhütte befindet sich nämlich ein Geocache.