Zum Artikel "Altbürgermeister kritisiert Amtsinhaber" in der Ausgabe vom 25. Februar: Die Vorwürfe von Altbürgermeister Siegfried Haderlein gegenüber seinem Nachfolger Norbert Gräbner haben mich schon sehr verwundert. Diese Vorwürfe sollten meiner Meinung nicht einfach so im Raum stehen bleiben und bedürfen einer Antwort.

Knapp 24 Jahre ist der amtierende Bürgermeister Norbert Gräbner im Amt. Über den gesamten Zeitraum gab es vonseiten seines Vorgängers, der mittlerweile seit Jahren am Starnberger See lebt, weder öffentliche Kritik noch Einwände. Hier werfen sich für mich einige Fragen auf:

Warum hat Siegfried Haderlein den Zeitpunkt seiner Kritik kurz vor der Kommunalwahl gewählt?

Ist es dem Austritt des amtierenden Bürgermeisters Norbert Gräbner aus der SPD und dem Wechsel zur ÜWG, für die er als Bürgermeister kandidiert, geschuldet?

Kann man hier nicht die Absicht unterstellen, dass man mit dieser Wählerbeeinflussung Stimmen für die eigene Partei und deren Bürgermeisterkandidaten gewinnen will?

Für mich hat das Vorgehen des Altbürgermeisters einen faden Beigeschmack.

Die Bürger haben die Bevormundung und Wählerbeeinflussung jeglicher Art satt. Man braucht sich nicht zu wundern, dass die Politikverdrossenheit in der Gesellschaft immer mehr zunimmt.

Ich hoffe und wünsche mir, dass die Parteien und Wählergemeinschaften in den letzten Wochen bis zur Wahl fair miteinander umgehen und nicht weiter versuchen, Leserbriefe oder Artikel dieser Art als Wahlwerbeplattform zu missbrauchen. Uta-Regine Topp Marktrodach