Der Coburger Landrat Sebastian Straubel bescheinigte dem VdK-Ortsverband (OV) Lautergrund, seine Aufgaben zu leben. "Sie übernehmen eine ganz wichtige Rolle in der Region, als Anwalt der Menschen in der Region. Eine wichtige Aufgabe, die von Tausenden angenommen wird", so Straubel. Weiter betonte er, dass die Veranstaltungen des VdK in der Region von wesentlicher Bedeutung seien und zudem positiv aufzeigten, wie viele Menschen sich in und aus der Region ehrenamtlich engagierten. Jeder könne stolz auf seine ehrenamtliche Arbeit sein und keiner brauche sich damit zu verstecken, unterstrich der Landrat. Auch überbrachte er die Grüße des Kreisrates des Landratsamtes. Dieser habe sich vor kurzem im Landratsamt getroffen.

Vor etwa zwei Wochen sei es bei den Gesprächen um die ärztliche Situation im Landkreis und der Stadt Coburg gegangen. Ein positives Ergebnis derartiger Überlegungen und Gespräche sei die inzwischen intensiv genutzte Bereitschaftspraxis im Coburger Klinikum. Was wahrscheinlich die wenigsten wüssten, sei, dass man sich dorthin bei Bedarf für fünf Euro fahren lassen könne. Für die möglichen Ärzte in Stadt und Land Coburg würden momentan bestimmte Fördermaßnahmen aufgelegt. So könnten angehende Ärzte schon in ihrem Studium mit finanziellen Förderungen seitens des Landkreises und der Stadt rechnen, wenn sie sich verpflichteten, sich in Coburg Stadt oder Land als Arzt niederzulassen. Diese Fördermaßnahme sei bei den angehenden Medizinern ein heiß diskutiertes Thema. Doch nicht nur im ärztlichen Bereich herrsche Nachholbedarf. Auch im pflegerischen Bereich habe man sich dafür entschieden, Pflegekräfte aus dem Kosovo zur Ausbildung anzuheuern. Voraussetzung hierfür sei, dass diese Damen und Herren zuerst eine gründliche Sprachausbildung in Deutsch absolvierten und dann anschließend einen Ausbildungsvertrag in der Pflege erhielten. Inzwischen könnten etliche Pflegestellen nicht mehr adäquat besetzt werden.

Etliche Mitglieder wurden für ihre langjährige Treue zum VdK-OV-Lautergrund mit Urkunden und Ehrennadeln ausgezeichnet, für 40 Jahre Magdalena Triebel, für 30 Jahre Manfred Berger, Kerstin Dressel und Günther Fichtner sowie für 25 Jahre Sabine Ewert, Walter Hofmann, Karin Hogrewe, Renate Hülß.

Lautertals Dritter Bürgermeister Hans Rauscher dankte dem VdK, dass er Menschen mit Behinderung ebenso in das soziale Miteinander einbinde wie ältere Personen. Sehr gerne könne man sich bei Bedarf der Unterstützung in der Seniorenarbeit an den Lautertaler Gemeinderat wenden.

Die VdK-Kreisvorsitzende Susann Biedefeld dankte dem OV Lautergrund und hob hervor: "Dankeschön, hier steckt viel Arbeit dahinter. Es war ja nicht selbstverständlich, dass wir wieder einen VdK-OV-Lautergrund haben, der voller Leben ist." Die OV-Vorsitzende Eveline Rau betonte im Lauf der Veranstaltung: "Werner Meyer ist 45 Jahre im Vorstand gewesen. Das werde ich nicht mehr schaffen. Aber ein Jahr ist schon ein bisserl was." Eveline Rau berichtete, der VdK-OV-Lautergrund habe 302 Mitglieder. Am 1. Januar 2019 seien es 290 Mitglieder gewesen. Der nächste Monatstreff finde bei "Raab" am 10. März statt. Edwin Meißinger