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Münnerstadt
Ohwieschönistmünnerstadt

Ein "Problembiber" als Landschaftsarchitekt

Der Großwenkheimer Bibersee war Ziel in der Reihe "Oh!wieschönistmünnerstadt". "Der Biber ist umgezogen; anscheinend hat er sich durch die Bauarbeiten gestört gefühlt." Mit diesen Worten musste der Gr...
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Der Großwenkheimer Bibersee war Ziel in der Reihe "Oh!wieschönistmünnerstadt". "Der Biber ist umgezogen; anscheinend hat er sich durch die Bauarbeiten gestört gefühlt." Mit diesen Worten musste der Großwenkheimer Ortsreferent Arno Schlembach diejenigen enttäuschen, die gehofft hatten, den Biber zu sehen, der bis 2018 am Riedgrabensee lebte. So heißt das Gewässer in der Wiesenlandschaft nördlich von Großwenkheim nämlich offiziell. Der Einladung dorthin im Rahmen der städtischen Reihe "Oh!wieschönistmünnerstadt" waren zahlreiche Besucher gefolgt.

Dass der Weiher unter dem Namen Bibersee bekannt ist, liegt daran, dass er durch den Damm des Bibers, der den Ablauf des Riedgrabens verhinderte, überhaupt erst entstanden ist. Weil die drei Hektar große Wasserfläche etwas überambitioniert erschien, wurde das Tier von der Naturschutzbehörde als Problembiber eingestuft.

Tatsächlich wurde der neue See zunächst auch als Ärgernis empfunden, weil er landwirtschaftliche Fläche zerstörte, aber auch nicht mehr trockengelegt werden durfte, weil sich innerhalb kürzester Zeit eine große Vielfalt an Wasservögeln und weiteren Tieren und Pflanzen angesiedelt hatte. Nachdem der Wasserstand 2018 durch einen Mönch (Ablaufwerk) bibersicher reguliert wurde und der See sich zu einem beliebten Ausflugsziel entwickelt hat, haben die Großwenkheimer ihren Frieden damit geschlossen und sind zurecht stolz auf ihr außergewöhnliches Biotop.

In der Abendsonne nutzten die Teilnehmer die Gelegenheit, den See zu umrunden und die Atmosphäre auf sich wirken zu lassen. Statt des Bibers konnte man sich an einem Schwanenpaar mit sechs Jungtieren, an Enten, anderen Vögeln, Fröschen und der besonders üppigen Pflanzenwelt erfreuen. Eine angenehme Überraschung waren die Getränke, die die Großwenkheimer Feuerwehr anbot.