Karl-Heinz Hofmann Dieses Jahr musste der traditionelle Weihnachtsmarkt im Weißenbrunner Paradies wegen der Corona- Pandemie ausfallen. Im Bierdorf zeigt man Kreativität und hat stattdessen eine Christbaum- Aktion ins Leben gerufen. Bürgermeister Jörg Neubauer (SPD) erklärte dazu beim Ortstermin nicht ohne Stolz: "Das Paradies ist für uns Weißenbrunner ein zentraler Platz in der Gemeinde. Und jedes Jahr kommen viele Menschen auf den in einer Gemeinschaftsaktion organisierten Weihnachtsmarkt."

Doch in diesem Jahr ist alles anders: Wegen der Corona-Pandemie mussten die Weißenbrunner den Weihnachtsmarkt absagen. Keine kleiden Buden auf dem Paradiesplatz. Dafür steht dort nun ein riesiger Christbaum.

Damit trotz und gerade in der Pandemie Weihnachten und die damit verbundenen Bräuche nicht ganz wegfallen, habe die Gemeinde beschlossen, auch in diesem Jahr das Alte Rathaus mit Lichterketten zu erleuchten. Statt des traditionellen Adventskranzes in der Mitte des Paradiesplatzes haben die Weißenbrunner einen Weihnachtsbaum aufgestellt. Alle Kinder aus dem Gemeindegebiet dürfen ihren selbstgebastelten Weihnachtsschmuck an den Christbaum hängen. Den Anfang machte Bürgermeister Neubauer selbst mit einer von der Gemeinde gestifteten Weihnachtskugel - mit Gemeindewappen. Unterstützung leisteten ihm der dreijährige Luis und sein vierjähriger Bruder Luca Wich, die selbstgastelten Schmuck an den Baum hängen durften.

Jörg Neubauer hofft, dass viele Kinder es den beiden gleichtun. Er hat deshalb einen Aufruf im Internet gestartet. Gleich nach dessen Veröffentlichung erntete der Bürgermeister viel Zuspruch für die Idee. Bereits am nächsten Tag hingen die ersten selbst kreierten und gebastelten Dekorationen am grünen Weihnachtsbaum. Auch die Kinder der Grundschule Weißenbrunn mit ihren Ganztagsklassen und die Kindergartenkinder haben sich bereits beteiligt.

Und wenn es nach dem Bürgermeister geht, sollen noch viele weitere junge Künstler ihren Beitrag zum Christbaum leisten. Den selbstgebastelten Schmuck können ja dann die Eltern und Großeltern im Beisein der kleinen kreativen Köpfe an freie Zweige hängen. "So können sich die Kinder als Teil einer künstlerisch kreativen Gemeinschaft fühlen", betont Neubauer.