Die Freiwillige Feuerwehr Haig blickt in der Jahreshauptversammlung auf ein erfolgreiches Jahr zurück. Neben Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft standen die Berichte des Vorsitzenden und des Kommandanten im Mittelpunkt.

Die Ehrungen langjähriger Mitglieder nahmen Bürgermeister Rainer Detsch und Vorsitzender Benedikt Zehnter vor. Ausgezeichnet wurden Hans Rauh für 70 Jahre Treue und Jochen Schlick für 40 Jahre Mitgliedschaft in der Feuerwehr Haig.

Vorsitzender Benedikt Zehnter erinnerte in seinem Bericht an die Weihe und Inbetriebnahme eines neuen Tragkraftspritzenfahrzeugs. Mit Fahnenabordnung nahm die Feuerwehr am St.Anna-Fest, am Erntedankfest und am Volkstrauertag teil. Erfreulich sei, dass sich der Verein wieder auf drei Fähnriche - Georg Gremer, Tobias Zehnter und Christian Heinlein - verlassen kann. Die Mitgliederzahl bezifferte er auf 167.

Zweiter Kommandant Michael Beetz bezifferte in seinem Rückblick die Stärke der Wehr mit derzeit acht Frauen, 20 aktiven Wehrmännern und zwei jugendlichen Feuerwehranwärtern. Er berichtete von einem Einsatz und sechs Sicherheitswachen.

Zwei neue Gruppenführer

Michael Beetz und Florian Kleine-Herzbruch nahmen an einem Fahrsicherheitstraining teil, um das neue Tragspritzenfahrzeug auch sicher fahren zu können. Mit großer Freude und Stolz verkündete er, dass die Wehr zwei neue Gruppenführer habe. Florian Kleine-Herzbruch und Benedikt Zehnter gratulierte er zur bestandenen Gruppenführer-Ausbildung an der Feuerwehrschule in Würzburg.

Die aktive Wehr hat neben den zahlreichen Übungen, die zur erfolgreichen Absolvierung der Leistungsprüfung Wasser führten, weitere elf Übungen durchgeführt. Gemeinsam mit den Aktiven der Feuerwehr Burggrub und Sylvia Welsch aus Wolfersdorf absolvierten zwei Gruppen die Leistungsprüfung Wasser erfolgreich. Von der Feuerwehr Haig wurden verschiedene Leistungsstufen gemeistert. Katrin Zehnter und Vanessa Gremer (Bronze), Christin Zehnter und Tobias Rauh (Silber), Natalie Gremer und Manuel Dauer (Gold), Benedikt Zehnter und Michael Beetz (Gold-Blau), Georg Gremer (Gold- Grün).

Kooperation

Ferner nahm die Wehr an vier Gemeinschaftsübungen der Wehren der Gemeinde Stockheim teil, die von Daniel Wachter organisiert wurden. Hochinteressant war eine Waldbrandübung unter Federführung von Thorsten Sprenger, die in Neukenroth unter realen Bedingungen gehalten wurde.

Mit Bedauern stellte Beetz fest, dass "der Dienst am nächsten Menschen zwar eines der höchsten Güter in der Gesellschaft ist, doch leider stellen sich immer weniger für diese Hilfe zur Verfügung!"

"Aber wenn ein Unglück geschieht, rufen alle nach der Feuerwehr. Es wäre dramatisch, wenn dann keiner kommt, um zu helfen. Wir müssen uns gründlich überlegen, wie man Leute zum Feuerwehrdienst motiviert, um vor allem auch junge Menschen für den Feuerwehrdienst zu begeistern", so Beetz. Der stellvertretende Kommandant dankte der Gemeinde Stockheim mit Bürgermeister Rainer Detsch und den Haiger Gemeinderäten Hedwig Klinger und Stefan Beetz für ihr stets offenes Ohr für die Belange der Haiger Wehr.

Bürgermeister Rainer Detsch dankte der Feuerwehr Haig für ihr großes Engagement. Feuerwehrverein und Aktive bildeten eine gute Symbiose in der Zusammenarbeit und im Verständnis zueinander, darauf könne die Gemeinde stolz sein. Die Bürger sollten sich solchen Idealisten gegenüber dankbar zeigen. Auch wenn es keine nennenswerten Einsatzfälle gebe, so sei die Feuerwehr jedoch immer gefordert und müsse ständig üben und Gerätschaften pflegen und instandhalten. Und wenn sie mit ihren Fahrzeugen ohne Alarmierung ausrücke, so seien das keine Spazierfahrten, sondern wichtige Testfahrten zur Vorbereitung auf einen Ernstfall.

Unterstützung von der Gemeinde

Das Gemeindeoberhaupt zählte eine Reihe Investitionen auf, die von der Gemeinde für die Feuerwehren getätigt wurden. Die Gemeinde modernisiere stets die Gerätschaften und Ausstattung, doch die Mannschaften arbeiten ehrenamtlich und seien nicht ersetzbar. Es müsse alles getan werden, um junge Menschen in die Feuerwehr zu integrieren.

Er ging auch auf die Sanierung des Hochbehälters zur Trinkwasserversorgung und später auch zur Löschwasserversorgung in Haig ein. Es habe Verzögerungen gegeben, doch nun könne der Innenausbau fortgesetzt werden. Die beiden Haiger Quellen fördern genug Wasser, um die Löschwasserversorgung sichern zu können, bestätigte Detsch.

Kreisbrandinspektor Harald Schnappauf dankte im Namen der Kreisbrandinspektion und wies auf die Bedeutung der Feuerwehren hin, die einen Grundstein der Daseinsvorsorge bilden. Der KBI mahnte Kritiker zur Zurückhaltung. Diejenigen, die allzu schnell die Feuerwehr kritisieren, sollten selbst mit Hand anlegen und erst dann mitreden.

Am Schluss der Versammlung gab Vorsitzender Zehnter einen Ausblick auf wichtige Termine der Haiger Brandschützer im nächsten Jahr. eh