Einen detaillierten Einblick in das Räderwerk und die Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehr Haßfurt erhielten am vor Kurzem der Stadtrat und die zuständigen Mitarbeiter der Stadtverwaltung. Nach einer umfangreichen Präsentation durch Kommandantin Julia Volpert konnten sich die Besucher vor Ort einen Eindruck über die Räumlichkeiten und Fahrzeuge machen.

Insgesamt 17 Besuchern stellte Kommandantin Julia Volpert im Gerätehaus an der Mittelmühle Details vor, berichtet für die Feuerwehr Julian Weidinger. Neben Bürgermeister Günther Werner nutzten 14 Stadtratsmitglieder, sowie zwei Mitarbeiter des Sachgebiets Öffentliche Sicherheit und Ordnung die Gelegenheit, ihre Feuerwehr aus nächster Nähe zu erleben. In einer Bildschirmpräsentation stellte Volpert die Organisation und das umfangreiche Aufgabengebiet der Feuerwehr Haßfurt vor. Für das gesamte Spektrum von Retten, Löschen, Bergen und Schützen konnte sie anhand von Einsätzen der letzten Jahre die Leistungsfähigkeit und Flexibilität der Feuerwehren im Stadtgebiet aufzeigen.

Spezielle Gerätschaften

Auch auf aktuelle Projekte wurde eingegangen. Im Rahmen des Wechselladerkonzepts wurden seit 2016 bereits zwei Wechselladerfahrzeuge und acht Abrollbehälter beschafft. Der für 2020/2021 geplante Anbau von vier weiteren Stellplätzen am Haßfurter Gerätehaus verschiebt sich aufgrund der Corona-Lage auf die Jahre 2022/2023. Nach Fertigstellung dieses Anbaus werden in den Folgejahren die zwei noch verbleibenden Abrollbehälter Sonderlöschmittel und Hochwasser/Unwetter beschafft.

Drei Sirenenstandorte gebilligt

Auch beim Aufbau des Sirenenwarnnetzes im Stadtgebiet gibt es Neuigkeiten. So liegt bereits eine Förderzusage zum Aufbau von drei weiteren Sirenenstandorten im Stadtgebiet vor, womit nun mit der Umsetzung begonnen werden kann. Im Zuge der Erweiterung und Modernisierung des Sirenenwarnnetzes soll dieses auch auf die zukünftige digitale Alarmierung umgerüstet werden. In einer angeregten Diskussionsrunde konnten noch offene Fragen der Anwesenden erörtert werden, wie die Verantwortlichen der Feuerwehr mitteilten.

Hier kann man Knoten üben

Im Anschluss folgte eine Führung. Ein Blickfang ist in den Räumlichkeiten eine Übungswand, die Arbeitsknoten vorstellt. Gar nicht so einfach, wie Bürgermeister Günther Werner selbst austestete. Bestimmte Knoten und Stiche müssen nämlich alle Feuerwehrangehörige sicher beherrschen. Bei der Feuerwehr dienen die Knoten dazu, Gegenstände festzubinden oder gegen Umfallen und Wegrutschen zu sichern. Sie können auch zum Anschlagen von Lasten oder Werkzeugen verwendet werden. Es sollen durch die Knoten sichere Verbindungen hergestellt werden, die anschließend einfach zu lösen sind.

Hinter den Kulissen

Die zuständigen Teamleiter der Feuerwehr stellten an mehreren Stationen kurz die Arbeit ihres jeweiligen Teams vor und standen für Fragen zur Verfügung. Neben der Kinderfeuerwehr und der Jugendfeuerwehr gaben die Unterstützungsgruppe Führung, die Atemschutzwerkstatt, die Schlauchwerkstatt und die Bekleidungskammer Einblicke in ihre ehrenamtliche Arbeit. So ist die Schlauchwerkstatt durchaus eindrucksvoll mit scheinbar unzähligen, ordentlich aufgereihten Schläuchen, die hier vor allem auch bestens in Schuss gehalten werden können.

Wichtiger Fahrzeugpark

In der Fahrzeughalle erläuterte die Kommandantin anschließend die Einsatzmöglichkeiten und Notwendigkeiten der Fahrzeuge, Anhänger und Abrollbehälter. Beispielsweise gibt es einen Anhänger, der gleich drei Einsatzboote aufnehmen kann. Den Abschluss der Führung bildete eine kurze Vorführung des so genannten Absattelns eines Abrollbehälters von einem Wechselladerfahrzeug.

Die Kommandantin betonte abschließend, neben dem ehrenamtlichen Engagement der Feuerwehrleute sei die zeitgemäße Ausstattung einer Feuerwehr von entscheidender Bedeutung für das Sicherheitsniveau im Stadtgebiet. Hier erfülle die Stadt Haßfurt ihre Pflichtaufgabe "Feuerwehr" in vorbildlicher Art und Weise.